Pallade Veneta - Tierquäler aus Bayern muss fast drei Jahre ins Gefängnis

Tierquäler aus Bayern muss fast drei Jahre ins Gefängnis


Tierquäler aus Bayern muss fast drei Jahre ins Gefängnis
Tierquäler aus Bayern muss fast drei Jahre ins Gefängnis / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Ein Tierquäler aus Bayern muss nach sadistischen Tötungen von Ratten und Vögeln für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. In einem neuerlichen Berufungsverfahren vor dem Landgericht Weiden habe der Mann am Mittwoch nach einem öffentlichen Rechtsgespräch doch noch der entsprechenden Verurteilung des Amtsgerichts Weiden aus dem Jahr 2021 zugestimmt, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage. Zuvor hatte ein psychiatrisches Gutachten ergeben, dass der Mann voll schuldfähig ist.

Textgröße ändern:

Im April 2021 quälte der 32-Jährige an mehreren Tagen von ihm davor aus einem Zoogeschäft gekaufte Tiere bis zu ihrem Tod. So steckte er lebende Ratten in eine Mikrowelle und ließ diese bis zu deren Tod laufen. In einem anderen Fall warf er zwei lebende Ratten in eine heiße Grillpfanne auf dem Herd und ließ sie sterben, einer anderen Ratte trennte er bei lebendigem Leib Zehen ab, andere Tiere setzte er mit Feuerzeugbenzin in Brand.

Auch ließ er eine Ratte mit einem Vogel kämpfen. Der Mann schändete die Tiere noch nach ihrem Tod weiter, seine Taten filmte er. Das Amtsgericht stellte im Ersturteil fest, dass die Freude des Manns an den sadistischen Taten auf den Videos eindrucksvoll zu hören sei - teilweise beleidigte er die sterbenden Tiere in ihrem Todeskampf.

In einem Berufungsverfahren hatte das Landgericht Weiden die Strafe zunächst auf drei Jahre Haft erhöht. Nach einer erfolgreichen Revision vor dem bayerischen Obersten Landesgericht durch den Tierquäler musste der Fall neu verhandelt werden, dabei wurde auch das psychiatrische Gutachten eingeführt. Nachdem der Gutachter die volle Schuldfähigkeit des Angeklagten festgestellt hatte, stimmte dieser dem Ersturteil doch zu.

Dieses ist nun rechtskräftig. Bei der vergleichsweise hohen Strafe spielte eine Rolle, dass der Mann bereits vorbestraft war und die Taten während einer offenen Bewährung beging. Außerdem stellte das Gericht fest, dass der Mann aus objektiver Sicht ausgesprochen widerwärtig und brutal vorgegangen sei.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: