Pallade Veneta - Vatikan hat grundlegende Bedenken gegenüber synodalem Weg der deutschen Kirche

Vatikan hat grundlegende Bedenken gegenüber synodalem Weg der deutschen Kirche


Vatikan hat grundlegende Bedenken gegenüber synodalem Weg der deutschen Kirche
Vatikan hat grundlegende Bedenken gegenüber synodalem Weg der deutschen Kirche / Foto: Tiziana FABI - AFP

Im Vatikan gibt es grundlegende Bedenken wegen des sogenannten synodalen Wegs der deutschen katholischen Kirche. Dies formulierten die führenden Kardinäle Luis Franciso Ladaria und Marc Ouellet bei einem Treffen mit 62 deutschen Bischöfen, wie der Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz am Freitagabend in Rom mitteilten. Demnach äußerten die Kardinäle Ladaria und Ouellet "klar und offen" ihre "Bedenken und Vorbehalte", heißt es in der Erklärung.

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Kardinal Ladaria ist Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ouellet Präfekt der Bischofskongregation - beide gehören damit zu den führenden Köpfen in der Weltkirche.

Wie die Bischofskonferenz und der Vatikan erklärten, betreffen die Bedenken der Kardinäle demnach die Methodik, die Inhalte und die Vorschläge des synodalen Weges - also quasi alle zentralen Punkte dieses Forums der deutschen Kirche. Der synodale Weg fordert unter anderem eine stärkere Mitsprache der Laien, mehr Beteiligung der Frauen und eine Debatte über den Pflichtzölibat für Priester.

"Zugunsten der Einheit der Kirche und ihres Evangelisierungsauftrages" hätten die Kardinäle Vorschläge gemacht, die bisher vorgebrachten Anliegen der Deutschen in die von Papst Franziskus angestoßene Synode der Gesamtkirche einfließen zu lassen.

In der Debatte zwischen den Kardinälen und den deutschen Bischöfen stand den Angaben zufolge sogar ein Moratorium - also eine Verschiebung - des noch bis ins nächste Frühjahr geplanten synodalen Wegs zur Diskussion. Dies sei aber verworfen worden. "Angesichts der entstandenen Missverständnisse" zwischen Rom und der deutschen Kirche sollten nun weiteres Nachdenken und gegenseitiges Zuhören gefördert werden - wie das konkret geschehen soll, ließ die Erklärung offen.

Die deutsche Bischofskonferenz befand sich von Montag an in Rom zu Gesprächen mit der dortigen Kurie und mit Papst Franziskus, es war der erste so genannte Ad-limina-Besuch seit dem Jahr 2015. Seit längerem ist das Verhältnis der deutschen Kirche zum Vatikan angespannt. In Rom wird der als Antwort auf den Missbrauchskandal gestartete synodale Weg mit viel Skepsis gesehen.

Das Treffen wurde von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin moderiert. Auch Parolin machte den Angaben zufolge seine Skepsis gegenüber dem synodalen Weg deutlich. Er habe auf die Gefahr von "Reformen der Kirche, aber nicht innerhalb der Kirche" hingewiesen.

R.Lagomarsino--PV

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