Pallade Veneta - Belgien kommt nicht hinterher beim Zerstören beschlagnahmter Drogen

Belgien kommt nicht hinterher beim Zerstören beschlagnahmter Drogen


Belgien kommt nicht hinterher beim Zerstören beschlagnahmter Drogen
Belgien kommt nicht hinterher beim Zerstören beschlagnahmter Drogen / Foto: NICOLAS MAETERLINCK - BELGA/AFP/Archiv

Am Antwerpener Hafen in Belgien hat der Kokain-Schmuggel dermaßen zugenommen, dass den Behörden die Möglichkeiten zur Zerstörung beschlagnahmter Drogen ausgehen. "Es gibt ein Problem bei der Kapazität der Verbrennungsanlagen", sagte ein Sprecher des belgischen Zolls am Montag der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit Berichte belgischer Medien.

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Konkret geht es um die enormen Mengen von Kokain aus Lateinamerika, die im Antwerpener Hafen abgefangen werden. Antwerpen gilt als Umschlagsort Nummer eins für Kokain in Europa. Nach Angaben der belgischen Behörden wurden dieses Jahr voraussichtlich mehr als 100 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das wäre ein neuer Rekord nach den 89,5 Tonnen im vergangenen Jahr.

Die Droge kann nicht einfach so vernichtet werden. Um beschlagnahmtes Kokain zu verbrennen, "gibt es Umweltstandards, die eingehalten werden müssen", erklärte der Sprecher des Zolls. Belgischen Medien zufolge gibt es derzeit zu wenige zugelassene Verbrennungsanlagen für die Mengen an Drogen in den Lagern des Zolls. Das hat auch Auswirkungen auf die Sicherheit der Lagerorte.

Laut der belgischen Zeitung "De Standaard" bemerkte die Polizei in Antwerpen bereits verdächtige Vorgänge in der Nähe eines Lagers, bei denen eine oder mehrere Unbekannte mit einer Drohne die Gegend ausspähten.

Die Staatsanwaltschaft Antwerpen wollte sich gegenüber AFP nicht dazu äußern. Auch zu den Mengen an Kokain, die zerstört werden sollen, wurden keine Angaben gemacht.

Der Sprecher des Zolls führte aus, dass "eine strukturelle Lösung auf gutem Wege" sei. Eine Lösung könne "bereits am Dienstag" bekannt gegeben werden, hieß es aus einem Ministerium.

E.M.Filippelli--PV

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