Pallade Veneta - Deutschland und Brasilien unterzeichnen Absichtserklärung für "faire Einwanderung"

Deutschland und Brasilien unterzeichnen Absichtserklärung für "faire Einwanderung"


Deutschland und Brasilien unterzeichnen Absichtserklärung für "faire Einwanderung"

Im Bemühen um mehr Fachkräfte aus Drittstaaten für den deutschen Arbeitsmarkt haben Deutschland und Brasilien am Montag eine Absichtserklärung für "faire Einwanderung" unterzeichnet. "Ich freue mich, dass wir die Partnerschaft zwischen Brasilien und der Bundesrepublik Deutschland in Zukunft noch intensivieren werden", erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Er reist derzeit mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mehrere Tage lang durch Südamerika.

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Die Erklärung unterzeichnete Heil gemeinsam mit seinem brasilianischen Amtskollegen Luiz Marinho. Ziel sei es, "faire und vereinfachte Strukturen zu schaffen, um den beidseitigen Fachkräfteaustausch zu fördern", erklärte das Bundesarbeitsministerium. Dabei geht es vor allem um den Bereich Pflege.

Derzeit würden in Brasilien "vermehrt Möglichkeiten geschaffen, die zukünftige Pflegende besonders für den deutschen Arbeitsmarkt ausbilden", hieß es weiter. Nun sollen die zuständigen Behörden ihre Zusammenarbeit intensivieren. Ihm sei es "wichtig, dass beim Thema Fachkräfteeinwanderung alle profitieren", erklärte Heil.

Baerbock und Heil hatten am Montag eine mehrtägige Reise durch Südamerika begonnen, die sie zunächst nach Brasilien führt. Baerbock reist dann noch weiter nach Kolumbien und Panama. Die Reise soll auch dazu dienen, Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt anzuwerben - in Brasilien geht es unter anderem um Pflegekräfte. Dort sei "jede zehnte Pflegekraft arbeitslos - trotz guter Ausbildung", schrieben Baerbock und Heil in einem Beitrag für die "FAZ".

Ziel sei es daher, künftig deutlich mehr Visa für ausländische Arbeitskräfte auszugeben. Im vergangenen Jahr seien nicht einmal 100.000 Fachkräfte aus Drittstaaten nach Deutschland gekommen - "das reicht nicht", schrieben Baerbock und Heil. Die Regierung wolle deshalb vor allem Bürokratie abbauen und den Familiennachzug erleichtern und dafür im Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten "bis Ende 2024 viermal so viele Visa für Fachkräfte bearbeiten wie bisher".

A.dCosmo--PV

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