Pallade Veneta - USA erteilen erstmals Genehmigungen für Verkauf von Laborfleisch

USA erteilen erstmals Genehmigungen für Verkauf von Laborfleisch


USA erteilen erstmals Genehmigungen für Verkauf von Laborfleisch
USA erteilen erstmals Genehmigungen für Verkauf von Laborfleisch / Foto: Handout - GOOD Meat/AFP

Die US-Behörden haben erstmals Genehmigungen für den Verkauf von aus Zellkulturen gezüchtetem Laborfleisch erteilt. Die Startup-Unternehmen Upside Foods und Good Meat erhielten eine Erlaubnis für den Verkauf von Labor-Hühnerfleisch, wie das US-Landwirtschaftsministerium am Mittwoch bestätigte. Das ist eine Premiere in den USA.

Textgröße ändern:

"Diese Zulassung wird grundlegend verändern, wie Fleisch auf unseren Tisch kommt", erklärte der Gründer und Chef von Upside Foods, Uma Valeti. "Es ist ein riesiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft - einer Zukunft, die Auswahl und Leben bewahrt."

Good-Meat-Chef Josh Tetrick erklärte, sein Unternehmen sei seit einer Zulassung im Jahr 2020 in Singapur das bislang einzige weltweit gewesen, das Laborfleisch verkauft habe. "Und jetzt hat es die Zulassung, um an Verbraucher in der größten Volkswirtschaft der Welt verkauft zu werden."

Upside Foods hat bereits eine erste Bestellung vom Restaurant Bar Crenn der französischen Sterneköchin Dominique Crenn im kalifornischen San Francisco. Good Meat wiederum arbeitet an einer ersten Produktion für den spanischen Star-Koch José Andrés, der unter anderem in der US-Hauptstadt Washington mehrere Restaurants betreibt.

Laborfleisch aus Zellkulturen bietet tierische Proteine ohne die Probleme, die mit der Massentierhaltung und dem Töten von Tieren einhergehen. Nicht zu verwechseln ist es mit pflanzlichen Alternativen wie Soja-Burgern, die Geschmack und Textur von Fleisch nachahmen, ohne aber tierische Proteine zu enthalten.

Der weltweite Fleischkonsum gilt als ein Treiber des Klimawandels - vor allem wegen des enormen Flächenverbrauchs für die Massentierhaltung und der damit verbundenen Emissionen unter anderem von Methan. Künstlich erzeugtes Fleisch aus dem Labor, auch In-vitro-Fleisch genannt, soll hier nach Angaben der Befürworter Abhilfe schaffen.

Kritiker führen allerdings an, dass die Herstellung von Laborfleisch riesige Mengen Energie benötige. Sie stellen deswegen in Frage, ob Laborfleisch wirklich umweltfreundlicher ist als herkömmliches Fleisch.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Säugling stirbt in Berlin nach Infektion mit Meningokokken

In Berlin ist ein Säugling an den Folgen einer Infektion mit Meningokokken gestorben. Das rund drei Monate alte Baby sei am 24. Januar mit Hautausschlag und Bewusstseinstrübung in die Rettungsstelle einer Klinik gebracht worden, erklärte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales. Es entwickelte ein Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom, also eine besonders schwere Form des septischen Schocks, und starb kurze Zeit später.

Trotz Beitragsschulden: Krankenkasse darf Kinderzimmer nicht durchsuchen

Eine Krankenkasse darf das Zimmer einer Jugendlichen, die ihr Beiträge schuldet, nicht durchsuchen. Das wäre unangemessen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Dienstag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss erklärte. Bei Eingriffen in die Privatsphäre müsse die höhere Verletzlichkeit von Minderjährigen berücksichtigt werden. (Az. VII ZB 13/25)

Koalitionsstreit: SPD nennt Warkens Krankenkassenvorschläge ohne Gegenfinanzierung unseriös

Zwischen Union und SPD verschärft sich der Koalitionsstreit um die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt wies in der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagsausgabe) die Vorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zurück, wonach der Bund die Kosten der Gesundheitsversorgung der Bürgergeldempfänger übernehmen solle: Solche Vorschläge seien nur ernstzunehmen, wenn Aussagen zur Finanzierung gemacht würden.

Zusatzbeiträge für Krankenversicherung: Union lehnt SPD-Vorstoß ab

Die SPD-Vorschläge zur Finanzierung des Gesundheitssystems stoßen beim Koalitionspartner Union auf Widerstand. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wandte sich am Montag in Berlin gegen den Vorstoß der Sozialdemokraten, eine Zusatzabgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zu erheben. "Das sollte man nicht machen, weil man kleinen und mittleren Sparern damit die Planungssicherheit nimmt". Die SPD-Spitze verteidigte ihre Pläne für Beiträge auf alle Einkommensarten.

Textgröße ändern: