Pallade Veneta - Frau von ukrainischem Staatschef wirft Kreml "Massenmord" vor

Frau von ukrainischem Staatschef wirft Kreml "Massenmord" vor


Frau von ukrainischem Staatschef wirft Kreml "Massenmord" vor
Frau von ukrainischem Staatschef wirft Kreml "Massenmord" vor

Die Frau des ukrainischen Staatschefs, Olena Selenska, hat Russland in einem offenen Brief "Massenmord" an Zivilisten vorgeworfen. "Trotz der Beteuerungen der vom Kreml unterstützten Propagandaorganisationen, die dies als 'Sondereinsatz' bezeichnen, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Massenmord an ukrainischen Zivilisten", erklärte sie in dem am Dienstagabend veröffentlichten Brief. Sie verwies insbesondere auf die Kinder unter den Getöteten und nannte Beispiele.

Textgröße ändern:

"Die achtjährige Alice ... starb auf den Straßen von Ochtyrka, während ihr Großvater versuchte, sie zu beschützen", schrieb sie. "Polina aus Kiew starb zusammen mit ihren Eltern unter dem Beschuss". "Der 14-jährige Arsenij wurde von Trümmern am Kopf getroffen und konnte nicht gerettet werden, weil ein Krankenwagen wegen des starken Feuers nicht rechtzeitig zu ihm gelangen konnte." Sie bekräftigte: "Wenn Russland sagt, es führe 'keinen Krieg gegen Zivilisten', rufe ich zuerst die Namen dieser ermordeten Kinder."

Die Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor unter anderem als Autorin für die Produktionsfirma des früheren Komikers und Schauspielers gearbeitet. Das Paar hat selbst zwei Kinder.

Sie bemühte sich, vor allem die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Zivilisten hervorzuheben. "Unsere Straßen sind überschwemmt mit Flüchtlingen", sagte sie. "Schauen Sie in die Augen dieser müden Frauen und Kinder, die den Herzschmerz mit sich tragen, weil sie geliebte Menschen und das Leben, wie sie es kannten, zurückgelassen haben."

Sie verwies auf die Probleme Kranker, lebenswichtige medizinische Behandlung zu erhalten. "Wie einfach ist es, sich im Keller Insulin zu spritzen? Oder Asthmamedikamente unter schwerem Beschuss zu bekommen?", fragte sie. "Ganz zu schweigen von den Tausenden von Krebspatienten, deren lebensnotwendiger Zugang zu Chemotherapie und Bestrahlung sich nun auf unbestimmte Zeit verzögert hat".

Sie wiederholte die Forderung ihres Mannes an die Nato, eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten.

Mittlerweile sind nach UN-Angaben mehr als zwei Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Die UN zählte zuletzt mindestens 406 getötete Zivilisten, wobei die Zahl laut eigenen Angaben wahrscheinlich viel zu niedrig ist.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Russische Behörde dementiert Sicherheitsmaßnahmen nach angeblichem Pestfall

Nach Berichten über den Tod einer Labormitarbeiterin in Sibirien an den Folgen von Lungenpest haben die russischen Behörden die Anordnung erhöhter Sicherheitsmaßnahmen dementiert. Online verbreitete Dokumente, wonach in der ostsibirischen Region Irkutsk verschärfte Hygienemaßnahmen angeordnet wurden, seien falsch, erklärte die Gesundheitsbehörde Rospotrebnadsor am Dienstag. Die "gesundheitlich-epidemiologische Lage" in der Region sei weiterhin "stabil".

AXA-Umfrage: Knappe Hälfte psychisch Erkrankter sucht Hilfe bei KI

Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland versuchen einer Umfrage zufolge, ihre Probleme mit Künstlicher Intelligenz (KI) selbst in den Griff zu bekommen. Wie aus einem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Report des Versicherungskonzerns AXA hervorgeht, geben 30 Prozent der Befragten an, aktuell unter Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen zu leiden. Mit 48 Prozent sucht von diesen Menschen fast die Hälfte davon nach eigener Aussage Hilfe bei KI.

Maduro-Sohn: US-Haft schadet herzkranker Maduro-Ehefrau Cilia Flores

Die US-Haft bietet der unter einer Herzerkrankung leidenden Ehefrau des entmachteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro nach Angaben seines Sohns nicht die notwendigen Bedingungen für eine Genesung. Cilia Flores habe ein "schweres Herzproblem", sagte ihr Stiefsohn Nicolás Maduro Guerra der Nachrichtenagentur AFP am Montag. In der US-Haftanstalt könne sie sich nicht "vollständig erholen".

Medizin-Nobelpreis für Forscher aus Deutschland und den USA

Große Ehre für zwei deutsche Forscher: Peter Hegemann von der Humboldt-Universität in Berlin und Georg Nagel von der Universität Würzburg werden in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem US-Kollegen Karl Deisseroth mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Das Trio erhält den Preis für seine Pionierarbeit im Bereich der Optogenetik - einer Technologie, die Hoffnung für die Behandlung neuronaler Erkrankungen macht.

Textgröße ändern: