Pallade Veneta - Studie sieht Hinweise auf positive Effekte von Corona-Impfungen gegen Long-Covid

Studie sieht Hinweise auf positive Effekte von Corona-Impfungen gegen Long-Covid


Studie sieht Hinweise auf positive Effekte von Corona-Impfungen gegen Long-Covid
Studie sieht Hinweise auf positive Effekte von Corona-Impfungen gegen Long-Covid / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Einer Studie der Humboldt-Universität zu Berlin zufolge gibt es Hinweise darauf, dass die Impfungen gegen das Coronavirus auch gegen Langzeitfolgen der Infektion wirken können. Sie können die Folgen von Long-Covid in Dauer und Ausmaß abschwächen, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Das Forschungsteam wertete für seine Studie Daten von Smartwatches und Fitnesstrackern aus.

Textgröße ändern:

Diese zeigten, dass Infektionen mit Covid-19 eine erhöhte Herzfrequenz, verminderte Aktivität und mehr Schlaf zur Folge hatten. Geimpfte Menschen wichen jedoch weniger vom Normalzustand ab als Ungeimpfte. Dies deuete darauf hin, dass Geimpfte weniger schwere Symptome hatten.

Bei ungeimpft Infizierten wichen die durchschnittliche Herzfrequenz und das Aktivitätsniveau bis zu elf Wochen lamng ab, bei geimpften Infizierten waren es nur vier Wochen. In den Vitaldaten von Geimpften wurden im Schnitt geringere Veränderungen wahrgenommen. Diese normalisierten sich auch schneller wieder. Extreme Veränderungen traten in der akuten Phase der Krankheit bei Geimpften seltener auf.

Die Ergebnisse der Studie deuten demnach darauf hin, dass die Langzeitfolgen auf individueller Ebene durch eine Analyse der durch Smartwatches oder Fitness-Trackern erhobenen physiologischen Daten erforscht werden könnten. Zudem waren die Ruheherzfrequenz und die Anzahl der Schritte bei ungeimpft Infizierten in der Woche vor einem PCR-Test ein Hinweis auf eine mögliche Rolle der Tracker als Frühwarnindikator für eine beginnende Krankheit.

Die Daten der Smartwatches und Fitness-Tracker wurden im Rahmen der Corona-Datenspende erhoben, einem Forschungsprojekt des Robert-Koch-Instituts. 120.000 Nutzer übermittelten täglich Daten zu Ruhepuls, körperlicher Aktivität und Schlafdauer.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

"Zusätzliche Belastung": Getränkehersteller gegen geplante Zuckersteuer

Mehr als 300 Unternehmen der Getränkewirtschaft in Deutschland haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief gegen eine von der Regierung geplante Zuckersteuer ausgesprochen. Sie warnen darin vor der "zusätzlichen Belastung" für Unternehmen und für Verbraucher und argumentieren, für die Wirksamkeit einer solchen Steuer "fehlen die Belege". Außerdem habe die Branche auf Eigeninitiative den Zuckergehalt marktrelevanter Erfrischungsgetränke seit 2018 um rund 15 Prozent gesenkt.

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Textgröße ändern: