Pallade Veneta - Zahl der Todesfälle wegen Alzheimer in 20 Jahren fast verdoppelt

Zahl der Todesfälle wegen Alzheimer in 20 Jahren fast verdoppelt


Zahl der Todesfälle wegen Alzheimer in 20 Jahren fast verdoppelt
Zahl der Todesfälle wegen Alzheimer in 20 Jahren fast verdoppelt / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Zahl der Todesfälle wegen der Demenzerkrankung Alzheimer hat sich innerhalb von 20 Jahren fast verdoppelt. Im Jahr 2021 seien mehr als 9200 Menschen in Deutschland an Alzheimer gestorben, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Das sei ein Plus von 94 Prozent gegenüber dem Jahr 2001.

Textgröße ändern:

Auch die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen mit der Diagnose Alzheimer sei in diesen 20 Jahren stark gestiegen. Im Jahr 2021 seien in Deutschland rund 18.700 Menschen deshalb stationär behandelt worden. Das waren den Statistikern zufolge 82 Prozent mehr Alzheimerbehandlungen als 20 Jahre zuvor.

Den deutlichen Anstieg bei Behandlungszahlen und Todesfällen führen sie auch auf den demografischen Wandel zurück. Mit zunehmendem Alter steige das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Neun von zehn Patientinnen und Patienten mit Alzheimer seien 2021 mindestens 70 Jahre alt gewesen.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen

Der erste bestätigte Ebola-Fall in Nigeria geht laut den Gesundheitsbehörden auf den Bundibugyo-Virusstamm zurück, der bereits die aktuelle Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo verursacht hat. Zur Absicherung der Diagnose seien drei Molekulartests vorgenommen worden, sagte Olajumoke Babatunde, Direktorin der öffentlichen Labordienste am Nigerianischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention (NCDC), am Mittwoch im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung.

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Textgröße ändern: