Pallade Veneta - Hundert weitere Ausländer verlassen Gazastreifen über Grenzübergang Rafah

Hundert weitere Ausländer verlassen Gazastreifen über Grenzübergang Rafah


Hundert weitere Ausländer verlassen Gazastreifen über Grenzübergang Rafah
Hundert weitere Ausländer verlassen Gazastreifen über Grenzübergang Rafah / Foto: SAID KHATIB - AFP

Einen Tag nach der Öffnung des Grenzübergangs Rafah für Verletzte und Ausländer haben weitere ausländische Bürger den Gazastreifen verlassen. Am Morgen seien "hundert Reisende mit ausländischer Staatsangehörigkeit" in zwei Bussen nach Ägypten gelangt, sagte der Grenzsprecher in dem von der radikalislamischen Hamas beherrschten Küstenstreifen, Wael Abu Mohsen, am Donnerstag. Seinen Angaben zufolge sollen bis Ende des Tages insgesamt bis zu 400 Menschen mit ausländischem Pass sowie 60 Verletzte die Grenze nach Ägypten passieren.

Textgröße ändern:

Wie bereits am Vortag wurden die Verletzten mit Krankenwagen in umliegende ägyptische Krankenhäuser und Einrichtungen gebracht, insbesondere nach al-Arisch, die Hauptstadt der ägyptischen Provinz Nord-Sinai.

Ägypten hatte zuvor angekündigt, bei der Evakuierung von mehreren tausend Ausländern und Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft aus dem Gazastreifen zu helfen. Der stellvertretende ägyptische Außenminister Ismail Chairat sprach am Donnerstag bei einem Treffen mit ausländischen Diplomaten von "etwa 7000" Ausländern mit "mehr als 60" Staatsbürgerschaften.

Ägypten bereite sich darauf vor, "den Empfang und die Evakuierung ausländischer Bürger aus dem Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah zu ermöglichen", sagte Chairat. Weitere Details oder einen Zeitplan nannte er nicht.

Am Mittwoch war der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten erstmals seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas für Ausreisende geöffnet worden. Mehr als 400 Menschen konnten das Palästinensergebiet verlassen, darunter mehrere Deutsche. Zuvor durften nur Hilfskonvois die einzige nicht von Israel kontrollierte Grenze zum Gazastreifen passieren.

Offiziellen ägyptischen Angaben zufolge befanden sich unter den 361 Ausländern und Ausländern, die am Mittwoch die Grenze passierten, etwa 30 Österreicher, vier Italiener, fünf Franzosen und einige Deutsche, deren Anzahl nicht beziffert wurde. Die USA vermeldeten, dass unter den Ausgereisten auch US-Bürger seien.

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas hatte am 7. Oktober bei einem Großangriff auf Israel nach israelischen Angaben mindestens 1400 Menschen getötet und mindestens 240 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion auf den Hamas-Angriff hat Israel den Gazastreifen unter Dauerbeschuss genommen und das Palästinensergebiet komplett abgeriegelt. Durch die israelischen Bombardierungen wurden nach nicht unabhängig überprüfbaren Angaben der Hamas bisher mehr als 9000 Palästinenser getötet.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Koalitionsstreit: SPD nennt Warkens Krankenkassenvorschläge ohne Gegenfinanzierung unseriös

Zwischen Union und SPD verschärft sich der Koalitionsstreit um die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt wies in der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagsausgabe) die Vorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zurück, wonach der Bund die Kosten der Gesundheitsversorgung der Bürgergeldempfänger übernehmen solle: Solche Vorschläge seien nur ernstzunehmen, wenn Aussagen zur Finanzierung gemacht würden.

Zusatzbeiträge für Krankenversicherung: Union lehnt SPD-Vorstoß ab

Die SPD-Vorschläge zur Finanzierung des Gesundheitssystems stoßen beim Koalitionspartner Union auf Widerstand. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wandte sich am Montag in Berlin gegen den Vorstoß der Sozialdemokraten, eine Zusatzabgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zu erheben. "Das sollte man nicht machen, weil man kleinen und mittleren Sparern damit die Planungssicherheit nimmt". Die SPD-Spitze verteidigte ihre Pläne für Beiträge auf alle Einkommensarten.

Union lehnt SPD-Forderung nach Kassenbeiträgen auf alle Einkommensarten ab

Der SPD-Vorschlag, eine Zusatzabgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zu erheben, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren, stößt in der Union auf Widerstand. Eine solche Abgabe treffe vor allem die Kleinsparer, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt (CDU), warnte vor "neuen Belastungen für breitere Teile der Bevölkerung".

Trump startet nach ihm benanntes Regierungsportal für günstigere Medikamente

US-Präsident Donald Trump hat den Start eines nach ihm benannten Verkaufsportals für vergünstigte Medikamente bekannt gegeben. Auf der Website "TrumpRx" seien "Dutzende der am häufigsten verwendeten verschreibungspflichtigen Medikamente für alle Verbraucher mit drastischen Rabatten erhältlich", sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) bei der Vorstellung des Regierungsportals im Weißen Haus. Trump versucht angesichts einer drohenden Niederlage seiner Republikaner bei den Zwischenwahlen im November, die Wut der US-Wähler über hohe Lebenshaltungskosten zu adressieren.

Textgröße ändern: