Pallade Veneta - Telefonische Krankschreibung könnte ab 7. Dezember wieder möglich sein

Telefonische Krankschreibung könnte ab 7. Dezember wieder möglich sein


Telefonische Krankschreibung könnte ab 7. Dezember wieder möglich sein
Telefonische Krankschreibung könnte ab 7. Dezember wieder möglich sein / Foto: OZAN KOSE - AFP/Archiv

Die telefonische Krankschreibung könnte ab dem 7. Dezember wieder möglich sein - und dann dauerhaft zur Verfügung stehen. Über eine entsprechende Regelung wird der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in einer Plenarsitzung am 7. Dezember beraten, wie eine Sprecherin am Mottwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Regelung solle dann ab dem selben Tag greifen. Zuerst hatte darüber die ARD berichtet.

Textgröße ändern:

Die telefonische Krankschreibung wurde in der Corona-Pandemie eingeführt, um Hausarztpraxen zu entlasten. Die Regelung war aber im April zunächst ausgelaufen. Im Sommer beschloss der Bundestag dann ein Gesetz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), welches Krankschreibungen per Telefon dauerhaft möglich machen soll.

Dies gilt aber nur für Patientinnen und Patienten, die der jeweiligen Hausarztpraxis bereits bekannt sind und keine schweren Symptome haben. Anschließend passierte das Gesetz auch den Bundesrat - der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, des höchsten Gremiums der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, fehlte jedoch noch.

Angesichts der steigenden Zahl von Atemwegsinfektionen mahnte deshalb erst diese Woche der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Beier, mehr Tempo bei der Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung an. Dass dies noch nicht geschehen ist, sei "überhaupt nicht nachvollziehbar", sagte Beier den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen

Der erste bestätigte Ebola-Fall in Nigeria geht laut den Gesundheitsbehörden auf den Bundibugyo-Virusstamm zurück, der bereits die aktuelle Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo verursacht hat. Zur Absicherung der Diagnose seien drei Molekulartests vorgenommen worden, sagte Olajumoke Babatunde, Direktorin der öffentlichen Labordienste am Nigerianischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention (NCDC), am Mittwoch im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung.

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Textgröße ändern: