Pallade Veneta - DRK-Präsidentin Hasselfeldt prangert desolate Zustände in der Pflege an

DRK-Präsidentin Hasselfeldt prangert desolate Zustände in der Pflege an


DRK-Präsidentin Hasselfeldt prangert desolate Zustände in der Pflege an
DRK-Präsidentin Hasselfeldt prangert desolate Zustände in der Pflege an / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat die desolaten Zustände in der Pflege angeprangert. "Wir haben derzeit viele Krisen, da verschwindet die Pflege leider aus der öffentlichen Wahrnehmung", sagte Hasselfeldt der Berliner "tageszeitung" (taz) vom Donnerstag. Die Situation in vielen Heimen sei sehr kritisch. Es gebe auch ambulante Dienste, die keine Pflegebedürftigen mehr annähmen oder schließen müssten, weil sie nicht genügend Personal hätten.

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Viele Heime und ambulante Dienste führten Wartelisten, sagte Hasselfeldt weiter. "Ich kenne stationäre Einrichtungen, die Abteilungen geschlossen haben, weil die Fachkräfte fehlen, ein Heim zum Beispiel hat ein Stockwerk stillgelegt." Die DRK-Präsidentin geht davon aus, dass Familien, Nachbarn und Freunde künftig mehr Pflegearbeit übernehmen müssen, weil die professionellen Kräfte das künftig "nicht mehr alleine stemmen können". Für diese privaten Helfer brauche es Schulungen.

Bei Einführung der Pflegeversicherung vor 30 Jahren sei das Problem in der heutigen Dimension "nicht vorauszusehen" gewesen, sagte Hasselfeldt weiter. Die CSU-Politikerin war von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin.

"Wir haben zum einen die Zunahme der Pflegebedürftigen aufgrund der Demografie, darunter auch eine Zunahme der an Demenz Erkrankten, weil die Menschen immer älter werden durch die Fortschritte in der Medizin", sagte Hasselfeldt weiter. "Auf der anderen Seite erleben wir den Fachkräftemangel, und das können wir durch Zuwanderung auch nur bedingt ausgleichen." Beides zusammen verschärfe die Problematik.

M.Jacobucci--PV

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