Pallade Veneta - Deutschland im Krisenmodus: Wirtschaft fehlen laut IW 545 Milliarden Euro

Deutschland im Krisenmodus: Wirtschaft fehlen laut IW 545 Milliarden Euro


Deutschland im Krisenmodus: Wirtschaft fehlen laut IW 545 Milliarden Euro
Deutschland im Krisenmodus: Wirtschaft fehlen laut IW 545 Milliarden Euro / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt: Der jahrelange Krisenmodus in Deutschland hat die Konjunktur schwer belastet und in den vergangenen vier Jahren zu wirtschaftlichen Ausfällen in Höhe von rund 545 Milliarden Euro geführt. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach gaben die Deutschen in dieser Zeit 400 Milliarden Euro weniger für ihren Konsum aus - 4800 Euro pro Kopf.

Textgröße ändern:

Zum Sparen waren die Verbraucherinnen und Verbraucher zu Pandemie-Zeiten geradezu verdammt, weil Einkaufen und Freizeit in dieser Zeit schwierig war, wie das IW betonte. Allein in den Jahren 2020 und 2021 gaben die Deutschen der Studie zufolge fast 250 Milliarden Euro weniger aus, sie sparten bis zu 16 Prozent ihres Einkommens, während es vor der Pandemie zehn Prozent waren. Durch den Ukraine-Krieg kamen dann hohe Energiepreise auf die Deutschen zu, was ihre Kaufkraft weiter schwächte.

Wegen der Krisen blieben laut IW auch viele Investitionen in der deutschen Industrie auf der Strecke. Die Unternehmen investierten demnach in den vergangenen vier Jahren 155 Milliarden Euro weniger in Ausrüstungen, Bauten und immaterielle Kapitalgüter. Das senke langfristig die Möglichkeiten, "mit Herausforderungen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel oder Klimawandel umgehen zu können", warnte Studienautor Michael Grömling.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Rauchverzicht und bessere Behandlung: Rückgang von Herzinfarkten in Deutschland

Die Zahl der Herzinfarkte geht in Deutschland einer Erhebung zufolge weiter zurück. 2024 wurden rechnerisch 320 Herzinfarkte je 100.000 Menschen ab dem 30. Lebensjahr dokumentiert, das entspricht einem Minus von 14 Prozent im Vergleich zu 2017, wie aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) hervorgeht.

Trump gibt Rücktritt des Chefs der US-Arzneimittelbehörde bekannt

US-Präsident Donald Trump hat den Abgang des Chefs der US-Arzneimittelbehörde FDA, Marty Makary, bekanntgegeben. "Marty ist ein großartiger Kerl, aber er wird seinen Weg gehen und ein gutes Leben führen", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten auf die Frage, ob er den FDA-Chef entlassen habe. Später veröffentlichte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine angebliche Textnachricht Makarys, in der dieser seinen Rücktritt anbot.

Prozess um eigenmächtige Coronaimpfung: Freispruch für Unternehmer in Lübeck

Rund viereinhalb Jahre nach einer eigenmächtigen Coronaimpfaktion mit einem nicht zugelassenen Medikament am Lübecker Flughafen ist ein Unternehmer in einem Berufungsprozess freigesprochen worden. Das Landgericht Lübeck sah nach Angaben eines Sprechers am Dienstag vor dem Hintergrund einer komplizierten Rechtslage keine strafbaren Handlungen. Es hob daher ein erstinstanzliches Urteil des Lübecker Amtsgerichts auf, das den Angeklagten 2024 zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt hatte.

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

Nach der Evakuierung der letzten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" kann von Entwarnung vorerst keine Rede sein. Während die in ihren Heimatregionen unter Quarantäne gestellten betroffenen vier Deutschen am Dienstag symptomfrei waren, litt ein nach seiner Heimkehr positiv auf das Hantavirus getesteter Spanier unter Fieber und Atemwegsproblemen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Madrid, der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei "noch nicht vorbei". Er mahnte die mehr als 20 betroffenen Länder, die WHO-Empfehlungen zur Eindämmung des potenziell tödlichen Virus umzusetzen.

Textgröße ändern: