Pallade Veneta - Zahl von Long-Covid-Erkrankten laut AOK-Studie rückläufig

Zahl von Long-Covid-Erkrankten laut AOK-Studie rückläufig


Zahl von Long-Covid-Erkrankten laut AOK-Studie rückläufig
Zahl von Long-Covid-Erkrankten laut AOK-Studie rückläufig / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die Zahl der an Long-Covid erkrankten Menschen in Deutschland hat nach einer Auswertung der AOK im vergangenen Jahr deutlich niedriger als in den Pandemiejahren 2021 und 2022 gelegen. Der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Analyse des Wissenschaftlichen Instituts (Wido) zufolge gab es im Dezember 2023 je 100.000 AOK-Versicherten noch 110 mit einer Krankschreibung wegen Post-Covid, Long-Covid oder eines chronischen Erschöpfungssyndroms. Der Spitzenwert waren demnach 416 erwerbstätige Versicherte je 100.000 Versicherte im März 2022.

Textgröße ändern:

Der Auswertung zufolge waren seit Beginn der Pandemie bis einschließlich vergangenen Dezember mehr als ein Drittel aller bei der AOK versicherten durchgehend Erwerbstätigen mindestens einmal mit einer Coronainfektion krankgeschrieben. Gegenüber dem Rekordjahr 2022 habe es im vergangenen Jahr bei den Krankschreibungen einen leichten Rückgang gegeben.

Seit Beginn der Coronapandemie hatten insgesamt 1,8 Prozent der AOK-Versicherten - das entspricht gut 126.000 Menschen - eine Krankschreibung wegen Long-Covid, Post-Covid oder des chronischen Fatigue-Syndroms. Wenn nur die wegen einer akuten Covid-Erkrankung krankgeschriebenen Beschäftigten betrachtet werden, seien etwa 3,3 Prozent mindestens einmal wegen der Spätfolge einer Coronaerkrankung arbeitsunfähig geworden.

Die Betroffenen fielen demnach regelmäßig sehr lange aus - die durchschnittlichen Ausfallzeiten lagen je Fall bei 36,6 Tagen. Auffällig sei außerdem, dass ältere Beschäftigte häufiger von den Spätfolgen betroffen seien. 44 Prozent der Fälle beträfen die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen - über alle anderen Erkrankungen hinweg seien es nur 29,2 Prozent der Gruppe.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Rauchverzicht und bessere Behandlung: Rückgang von Herzinfarkten in Deutschland

Die Zahl der Herzinfarkte geht in Deutschland einer Erhebung zufolge weiter zurück. 2024 wurden rechnerisch 320 Herzinfarkte je 100.000 Menschen ab dem 30. Lebensjahr dokumentiert, das entspricht einem Minus von 14 Prozent im Vergleich zu 2017, wie aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) hervorgeht.

Trump gibt Rücktritt des Chefs der US-Arzneimittelbehörde bekannt

US-Präsident Donald Trump hat den Abgang des Chefs der US-Arzneimittelbehörde FDA, Marty Makary, bekanntgegeben. "Marty ist ein großartiger Kerl, aber er wird seinen Weg gehen und ein gutes Leben führen", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten auf die Frage, ob er den FDA-Chef entlassen habe. Später veröffentlichte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine angebliche Textnachricht Makarys, in der dieser seinen Rücktritt anbot.

Prozess um eigenmächtige Coronaimpfung: Freispruch für Unternehmer in Lübeck

Rund viereinhalb Jahre nach einer eigenmächtigen Coronaimpfaktion mit einem nicht zugelassenen Medikament am Lübecker Flughafen ist ein Unternehmer in einem Berufungsprozess freigesprochen worden. Das Landgericht Lübeck sah nach Angaben eines Sprechers am Dienstag vor dem Hintergrund einer komplizierten Rechtslage keine strafbaren Handlungen. Es hob daher ein erstinstanzliches Urteil des Lübecker Amtsgerichts auf, das den Angeklagten 2024 zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt hatte.

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

Nach der Evakuierung der letzten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" kann von Entwarnung vorerst keine Rede sein. Während die in ihren Heimatregionen unter Quarantäne gestellten betroffenen vier Deutschen am Dienstag symptomfrei waren, litt ein nach seiner Heimkehr positiv auf das Hantavirus getesteter Spanier unter Fieber und Atemwegsproblemen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Madrid, der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei "noch nicht vorbei". Er mahnte die mehr als 20 betroffenen Länder, die WHO-Empfehlungen zur Eindämmung des potenziell tödlichen Virus umzusetzen.

Textgröße ändern: