Pallade Veneta - Virologe Klaus Überla neuer Chef von Ständiger Impfkommission

Virologe Klaus Überla neuer Chef von Ständiger Impfkommission


Virologe Klaus Überla neuer Chef von Ständiger Impfkommission
Virologe Klaus Überla neuer Chef von Ständiger Impfkommission / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Der Virologe Klaus Überla ist zum neuen Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko) gewählt worden. Das teilte das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in Berlin nach der konstituierenden Sitzung der neuen Stiko mit. Insgesamt wurden 14 der 19 Mitglieder neu berufen, ihre Amtszeit dauert bis 2027.

Textgröße ändern:

Bereits im Februar hatte das Bundesgesundheitsministerium die Mitglieder der Stiko neu berufen. Neben Expertinnen und Experten unter anderem aus den Bereichen Immunologie, Virologie, Mikrobiologie, Pädiatrie, Gynäkologie sowie Allgemein- und Arbeitsmedizin gehören dem Gremium erstmals auch Fachleute aus den Bereichen mathematische Modellierung, Kommunikation und Geriatrie an.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte damals, die Stiko werde künftig "aus sehr unterschiedlichen Fachbereichen jünger und noch interdisziplinärer besetzt". Der bisherige Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens war seit 2004 Mitglied der Kommission und seit 2017 deren Vorsitzender. Er hatte bereits angekündigt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Künftig ist die Berufung in das Gremium auf maximal drei Perioden von jeweils drei Jahren begrenzt. Der neue Stiko-Chef Überla ist Virologe sowie Direktor des Virologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist seit 2017 Mitglied der Stiko.

Die Ständige Impfkommission erarbeitet Impfempfehlungen für die Bevölkerung in Deutschland und passt diese an neue Erkenntnisse aus der Forschung an. Während der Coronapandemie wurde das Gremium auch einer breiteren Bevölkerungsschicht bekannt.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Textgröße ändern: