Pallade Veneta - Lauterbach will Weichen für bundesweite Gesundheits-Kioske stellen

Lauterbach will Weichen für bundesweite Gesundheits-Kioske stellen


Lauterbach will Weichen für bundesweite Gesundheits-Kioske stellen
Lauterbach will Weichen für bundesweite Gesundheits-Kioske stellen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will demnächst die Weichen für bundesweite Gesundheits-Kioske stellen. Dabei geht es um niedrigschwellige Versorgungsangebote in sozialen Brennpunkten, wie Lauterbach am Mittwoch in Berlin sagte. Es gibt derartige Einrichtungen der Krankenkassen bereits in einzelnen Städten wie Hamburg, Köln oder Essen. Diese Konzepte hätten sich als sehr wirksam erwiesen, sagte der Gesundheitsminister.

Textgröße ändern:

In den Gesundheits-Kiosken sollen Lauterbach zufolge Termine mit Haus- oder Fachärzten vereinbart werden können, außerdem könne es dort Hilfe beim Übersetzen oder Angebote wie Ernährungsberatung geben. Die Kioske zählen zu einer Reihe von Vorhaben, die Lauterbach im Rahmen eines "Zwischenspurts" noch vor der zu erwartenden nächsten Corona-Welle im Herbst anschieben will.

Im Zuge dessen will Lauterbach auch eine Gesetzesinitiative zu der von der Ampel-Koalition geplanten Legalisierung von Cannabis starten. Dabei räumte er ein, dass er lange ein Gegner dieses Vorhabens gewesen sei, nun seine Meinung aber geändert habe. Der Schaden einer Nicht-Legalisierung etwa durch den Verkauf von verunreinigtem Material scheine größer zu sein als eine kontrollierte Abgabe. "Dazu werden wir in der zweiten Hälfte des Jahres einen Gesetzentwurf vorlegen", betonte der Gesundheitsminister.

Die Gesundheits-Kioske gehören ebenso wie die Cannabis-Legalisierung, die SPD, Grüne und FDP im vergangenen Jahr im Koalitionsvertrag festgehalten haben. Den Sommer will der Minister außerdem dazu nutzen, die Digitalisierung in den Gesundheitsämtern voranzubringen. Dafür stünden 800 Millionen Euro bereit, die nur abgerufen werden müssten, sagte Lauterbach. Mängel bei der technischen Ausstattung der örtlichen Gesundheitsämter galten bislang immer als ein Hemmnis bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Trump gibt Rücktritt des Chefs der US-Arzneimittelbehörde bekannt

US-Präsident Donald Trump hat den Abgang des Chefs der US-Arzneimittelbehörde FDA, Marty Makary, bekanntgegeben. "Marty ist ein großartiger Kerl, aber er wird seinen Weg gehen und ein gutes Leben führen", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten auf die Frage, ob er den FDA-Chef entlassen habe. Später veröffentlichte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine angebliche Textnachricht Makarys, in der dieser seinen Rücktritt anbot.

Prozess um eigenmächtige Coronaimpfung: Freispruch für Unternehmer in Lübeck

Rund viereinhalb Jahre nach einer eigenmächtigen Coronaimpfaktion mit einem nicht zugelassenen Medikament am Lübecker Flughafen ist ein Unternehmer in einem Berufungsprozess freigesprochen worden. Das Landgericht Lübeck sah nach Angaben eines Sprechers am Dienstag vor dem Hintergrund einer komplizierten Rechtslage keine strafbaren Handlungen. Es hob daher ein erstinstanzliches Urteil des Lübecker Amtsgerichts auf, das den Angeklagten 2024 zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt hatte.

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

Nach der Evakuierung der letzten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" kann von Entwarnung vorerst keine Rede sein. Während die in ihren Heimatregionen unter Quarantäne gestellten betroffenen vier Deutschen am Dienstag symptomfrei waren, litt ein nach seiner Heimkehr positiv auf das Hantavirus getesteter Spanier unter Fieber und Atemwegsproblemen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Madrid, der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei "noch nicht vorbei". Er mahnte die mehr als 20 betroffenen Länder, die WHO-Empfehlungen zur Eindämmung des potenziell tödlichen Virus umzusetzen.

Warken hält an Verabschiedung von Krankenversicherungs-Reform bis zur Sommerpause fest

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hält an der Verabschiedung der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) noch vor der parlamentarischen Sommerpause fest. Der Handlungsdruck sei groß, sagte Warken am Dienstag beim Deutschen Ärztetag in Hannover. Denn die für 2027 erwartete Finanzlücke in der GKV von rund 15 Milliarden Euro müsse noch in diesem Jahr geschlossen werden. Deswegen "verfolgen wir auch weiter das Ziel, das Gesetz noch vor der Sommerpause im Deutschen Bundestag abzuschließen".

Textgröße ändern: