Pallade Veneta - Neue Mpox-Variante in Deutschland nachgewiesen: RKI schätzt Gefahr als "gering" ein

Neue Mpox-Variante in Deutschland nachgewiesen: RKI schätzt Gefahr als "gering" ein


Neue Mpox-Variante in Deutschland nachgewiesen: RKI schätzt Gefahr als "gering" ein
Neue Mpox-Variante in Deutschland nachgewiesen: RKI schätzt Gefahr als "gering" ein / Foto: KAREN BLEIER - AFP/Archiv

In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit der sich seit Monaten in Afrika ausbreitenden neuen Mpox-Variante Klade Ib bestätigt worden. Die Ansteckung sei im Ausland erfolgt und am vergangenen Freitag nachgewiesen worden, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag in Berlin ohne Nennung von Details zu dem Krankheitsfall mit. Es geht nach eigenen Angaben trotz des Nachweises aber "weiterhin nicht von einer erhöhten Gefährdung" in Deutschland aus.

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"Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI derzeit als gering ein - das RKI beobachtet die Situation weiter genau und passt seine Einschätzung gegebenenfalls dem aktuellen Kenntnisstand an", erklärte das für die Bekämpfung ansteckender Krankheiten zuständige Bundesinstitut weiter. Für eine Übertragung von Mpox-Erregern von Mensch zu Mensch sei "enger körperlicher Kontakt erforderlich", ergänzte es.

Die neue Mpox-Variante Klade Ib breitet sich bereits seit vergangenem Jahr in mehreren afrikanischen Ländern aus, als das Epizentrum des Ausbruchs gilt die Demokratische Republik Kongo. Nach Behördenangaben starben in Afrika seit Jahresbeginn rund 1100 Menschen an der Variante, insgesamt wurden dort bisher bereits 42.000 Infektionen registriert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief daher Mitte August eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite aus.

Der WHO zufolge ist die Varianten Klade Ib ansteckender sowie gefährlicher als ältere Varianten, neu ist die früher auch unter den Namen Affenpocken bekannte Krankheit grundsätzlich aber nicht. Das Mpox-Virus wurde erstmals 1958 bei Laboraffen in Dänemark nachgewiesen. Die Erkrankung verursacht Fieber, Muskelschmerzen und pockenähnliche Pusteln auf der Haut. Es gibt zugelassene Impfungen, die auch nach etwaiger Ansteckung noch möglich sind.

Frühere Mpox-Varianten traten schon in Deutschland auf, etwa im Zusammenhang mit einer weltweiten Welle von Infektionen mit Erregern des Typs IIb seit Mai 2022. Insgesamt erkrankten hierzulande laut RKI seitdem etwa 3800 Menschen, die meisten davon innerhalb der ersten Monaten. Seit dem vergangenen Sommer werden laut RKI monatlich Infektionen im ein- bis niedrigen zweistelligen Bereich gezählt. Todesfälle durch Variante IIb gab es demnach bislang nicht.

Z.Ottaviano--PV

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