Pallade Veneta - Bericht: Nur knapp 275.000 Menschen in neuem Organspende-Register verzeichnet

Bericht: Nur knapp 275.000 Menschen in neuem Organspende-Register verzeichnet


Bericht: Nur knapp 275.000 Menschen in neuem Organspende-Register verzeichnet
Bericht: Nur knapp 275.000 Menschen in neuem Organspende-Register verzeichnet / Foto: JAVIER SORIANO - AFP/Archiv

Ein Jahr nach dem Start des Organspende-Registers sind dort erst 274.250 Menschen verzeichnet. Das berichtete die "Ärzte Zeitung" am Sonntag unter Berufung auf Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), welches das Register betreibt. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Armin Grau forderte daher Nachbesserungen.

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Das Register war am 18. März 2024 nach Verzögerungen gestartet. Für den Eintrag müssen die Menschen jeweils selbst aktiv werden. Die Zahl der Einschreibungen steige zwar stetig an, die Wachstumskurve sei aber "viel zu flach", sagte Grau der "Ärzte Zeitung".

Der Grünen-Politiker verwies vor allem auf technische Hürden. Für die Eintragung brauche es einen Ausweis mit Online-Funktion und ein Smartphone oder einen PC mit Kartenlesegerät, sagte Grau. "Für manche Menschen stellt das eine Hürde dar." Daher sollten zusätzliche Hilfen und Vereinfachungen geprüft werden. Auch müsse stärker für das Portal geworben werden.

Wie das BfArM dem Bericht zufolge mitteilte, wurde der größte Teil der bisherigen Einträge per elektronischem Identifikationsnachweis (eID) abgegeben, weitere 81.400 über Apps der Krankenkassen. Mehr als acht von zehn Erklärungen (83 Prozent) dokumentieren demnach eine uneingeschränkte Zustimmung zur Organ- und Gewebespende. In knapp acht Prozent sei ein Widerspruch hinterlegt worden.

Alle Bürgerinnen und Bürger können in dem Register freiwillig erklären, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen oder nicht. Der Eintrag kann nachträglich geändert oder gelöscht werden. Die Spenderorgane werden über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant verteilt - also auch von Deutschland ins Ausland oder umgekehrt.

In Deutschland stehen laut Stiftung Organspende mehr als 8.200 Menschen auf den Wartelisten für ein Organ. Angaben der Stiftung vom Januar zufolge spendeten im vergangenen Jahr 953 Menschen nach ihrem Tod Organe für die Transplantation. 2023 seien es mit 965 geringfügig mehr gewesen. Insgesamt seien 2024 Spenderinnen und Spendern in Deutschland 3854 Organe entnommen worden, vorwiegend Nieren (1391), Lebern (785), Herzen (315) und Lungen (290).

B.Cretella--PV

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