Pallade Veneta - In Paraguay vermisste deutsche Mädchen an Mutter und Vater übergeben

In Paraguay vermisste deutsche Mädchen an Mutter und Vater übergeben


In Paraguay vermisste deutsche Mädchen an Mutter und Vater übergeben
In Paraguay vermisste deutsche Mädchen an Mutter und Vater übergeben / Foto: Daniel DUARTE - AFP

Die beiden in Paraguay zeitweise vermissten deutschen Mädchen sind wieder bei ihren jeweiligen Elternteilen und werden schon bald zurück in Deutschland sein. Wie der für Entführungsfälle zuständige Polizeichef Nimio Cardozo am Donnerstag in Asunción sagte, sind die zehn und elf Jahre alten Mädchen "gesund und munter" und wurden ihrem jeweils anderen Elternteil übergeben - die kleine Clara an ihre in Deutschland lebende Mutter, die elfjährige Lara wiederum an ihren Vater.

Textgröße ändern:

Die Mutter der zehnjährigen Clara, Anne Maja Reiniger-Egler, sowie der Vater der elfjährigen Lara Valentina, Filip Blank, hatten Ende Mai einen verzweifelten, öffentlichen Hilfsappell bei der Suche nach ihren Kindern gestartet. Die früheren Partner der beiden Elternteile waren mit den Kindern ohne Zustimmung von Mutter beziehungsweise Vater in Paraguay untergetaucht. Der Vater von Clara ist ein mutmaßlicher Gegner von Corona-Impfungen. In Paraguay leben viele deutsche Impfgegner, die sich infolge der Corona-Pandemie in dem südamerikanischen Land niedergelassen haben.

Interpol suchte die untergetauchten Elternteile per Haftbefehl. Das flüchtige Paar meldete sich nach anfänglichem Widerstand dann per Videobotschaft, danach bestand wieder Kontakt.

Die beiden Mädchen wurden nun in dem Touristenort Ruinas de Trinidad in der Nähe der Stadt Encarnación rund 400 Kilometer südöstlich von Asunción ihren in Deutschland lebenden Eltern übergeben, wie Kommissar Cardozo weiter berichtete. "Den Mädchen geht es sehr gut. Sie sehen gut aus", sagte Cardozo der Nachrichtenagentur AFP. Er hob hervor, es habe keinerlei Polizeieinsatz und auch keine Polizeipräsenz bei der Übergabe der Mädchen gegeben, "damit das Treffen möglichst normal abläuft und um eine Situation zu vermeiden, die für die Mädchen traumatisch hätte sein können".

Die Mädchen waren nach Angaben der paraguayischen Behörden zuletzt am 19. Januar gesehen worden. Es bestand der Verdacht, dass sie in einer Siedlung deutscher Impfgegner versteckt gehalten werden. Auch die Staatsanwaltschaft Essen ermittelte in dem Fall.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Rauchverzicht und bessere Behandlung: Rückgang von Herzinfarkten in Deutschland

Die Zahl der Herzinfarkte geht in Deutschland einer Erhebung zufolge weiter zurück. 2024 wurden rechnerisch 320 Herzinfarkte je 100.000 Menschen ab dem 30. Lebensjahr dokumentiert, das entspricht einem Minus von 14 Prozent im Vergleich zu 2017, wie aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) hervorgeht.

Trump gibt Rücktritt des Chefs der US-Arzneimittelbehörde bekannt

US-Präsident Donald Trump hat den Abgang des Chefs der US-Arzneimittelbehörde FDA, Marty Makary, bekanntgegeben. "Marty ist ein großartiger Kerl, aber er wird seinen Weg gehen und ein gutes Leben führen", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten auf die Frage, ob er den FDA-Chef entlassen habe. Später veröffentlichte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine angebliche Textnachricht Makarys, in der dieser seinen Rücktritt anbot.

Prozess um eigenmächtige Coronaimpfung: Freispruch für Unternehmer in Lübeck

Rund viereinhalb Jahre nach einer eigenmächtigen Coronaimpfaktion mit einem nicht zugelassenen Medikament am Lübecker Flughafen ist ein Unternehmer in einem Berufungsprozess freigesprochen worden. Das Landgericht Lübeck sah nach Angaben eines Sprechers am Dienstag vor dem Hintergrund einer komplizierten Rechtslage keine strafbaren Handlungen. Es hob daher ein erstinstanzliches Urteil des Lübecker Amtsgerichts auf, das den Angeklagten 2024 zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt hatte.

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

Nach der Evakuierung der letzten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" kann von Entwarnung vorerst keine Rede sein. Während die in ihren Heimatregionen unter Quarantäne gestellten betroffenen vier Deutschen am Dienstag symptomfrei waren, litt ein nach seiner Heimkehr positiv auf das Hantavirus getesteter Spanier unter Fieber und Atemwegsproblemen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Madrid, der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei "noch nicht vorbei". Er mahnte die mehr als 20 betroffenen Länder, die WHO-Empfehlungen zur Eindämmung des potenziell tödlichen Virus umzusetzen.

Textgröße ändern: