Pallade Veneta - Hausärzte dringen auf kostenlose Medikamente für Long-Covid-Betroffene

Hausärzte dringen auf kostenlose Medikamente für Long-Covid-Betroffene


Hausärzte dringen auf kostenlose Medikamente für Long-Covid-Betroffene
Hausärzte dringen auf kostenlose Medikamente für Long-Covid-Betroffene / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband dringt darauf, dass Long-Covid-Patientinnen und -Patienten kostenlos Zugang zu Medikamenten erhalten. Dabei geht es besonders um Präparate, die eigentlich für andere Erkrankungen zugelassen sind, aber unter bestimmten Umständen auch gegen Long Covid helfen. Dies wird dann aber in der Regeln nicht von den Krankenkassen übernommen.

Textgröße ändern:

Es müssten "bei diesem so genannten Off-Label-Use die Patientinnen und Patienten die Kosten derzeit noch in der Regel selbst übernehmen", kritisierte der Verbandsvorsitzende Markus Beier, in der "Rheinischen Post" vom Montag. "Das muss sich schnell ändern", forderte er. Gegen Long Covid, also die Langzeitfolgen von Erkrankungen mit dem Coronavirus, gibt es demnach bislang noch kein zugelassenes Medikament.

Die neue Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte zuletzt angekündigt, die Long-Covid-Forschung auszubauen. Dafür wolle sie mit Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zusammenarbeiten. Beier sagte dazu, es sei "gut und richtig, wenn zukünftig noch stärker in die Forschung investiert wird". Dies sei "der zentrale Ansatz, um den Betroffenen bestmöglich zu helfen".

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Textgröße ändern: