Pallade Veneta - Verbraucherzentralen: Fischalternativen mit Algen können zur Jodversorgung beitragen

Verbraucherzentralen: Fischalternativen mit Algen können zur Jodversorgung beitragen


Verbraucherzentralen: Fischalternativen mit Algen können zur Jodversorgung beitragen
Verbraucherzentralen: Fischalternativen mit Algen können zur Jodversorgung beitragen / Foto: Philip FONG - AFP

Pflanzliche Fischalternativen mit Algen können nach Angaben von Verbraucherschützern einen Beitrag zur Jodversorgung leisten. Eine Laboruntersuchung von sechs algenhaltigen veganen Ersatzprodukten für Fisch und Meeresfrüchte habe ergeben, dass fünf der getesteten Produkte "relevante Jodmengen" enthielten, erklärten die Verbraucherzentralen am Donnerstag. Erkennen könnten dies Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch nicht.

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Jod ist wichtig für die Funktion der Schilddrüse, die zahlreiche Stoffwechselprozesse steuert. Allerdings kann das Element nicht vom Körper selbst gebildet werden. Um einem Mangel vorzubeugen, muss es deshalb regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden - die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine Zufuhr von 150 Mikrogramm Jod pro Tag.

Viele Menschen erreichten diesen Wert jedoch nicht, erklärten die Verbraucherzentralen und wiesen darauf hin, dass Seefische und andere Meeresfrüchte einen wichtigen Beitrag zur Jodversorgung leisten könnten. Allerdings wichen angesichts bedrohter Fischbestände "immer mehr Menschen auf pflanzliche Ersatzprodukte aus".

Bei der Untersuchung der sechs algenhaltigen Ersatzprodukte zeigte sich demnach, dass eines der Produkte keine nennenswerten Jodmengen enthielt. Für die anderen Produkte ermittelte das beauftragte Labor Werte zwischen 29 und 226 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm.

Den höchsten Jodgehalt hatte eine pflanzliche Thunfischalternative. "Die 140-Gramm-Dose lieferte rund 316 Mikrogramm Jod", erklärte Verena Müller von der Verbraucherzentrale Sachsen. "Das ist mehr als die empfohlene Tageszufuhr."

Dass einzelne vegane Ersatzprodukte auch hohe Mengen Jod enthalten könnten, sei sicher nicht allen Verbraucherinnen und Verbrauchern klar, hoben die Verbraucherschützer hervor. Kritisch für die Schilddrüsenfunktion könnten hohe Jodgehalte dann werden, wenn dauerhaft zu viel Jod aufgenommen werde. Die empfohlene maximale Aufnahmemenge liege bei 600 Mikrogramm Jod pro Tag - "aus allen Quellen zusammen, etwa jodiertem Speisesalz, Fisch, Nahrungsergänzungsmitteln und eben auch Algenprodukten".

Gekennzeichnet werden muss der Jodgehalt allerdings nicht: Dies sei nur erforderlich, wenn mit Jod geworben werde oder der Gehalt über 2000 Mikrogramm pro 100 Gramm Trockenmasse liege, erklärten die Verbraucherzentralen.

Grundsätzlich bleibe die beste Basis für eine ausreichende Jodversorgung "eine abwechslungsreiche Ernährung, in der auch algenhaltige Fischersatzprodukte ihren Platz haben dürfen". Wichtiger noch sei allerdings die konsequente Verwendung von Jodsalz anstelle von nichtjodiertem Speisesalz.

A.Rispoli--PV

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