Pallade Veneta - Drei Immunforscher aus den USA und Japan mit Medizin-Nobelpreis geehrt

Drei Immunforscher aus den USA und Japan mit Medizin-Nobelpreis geehrt


Drei Immunforscher aus den USA und Japan mit Medizin-Nobelpreis geehrt
Drei Immunforscher aus den USA und Japan mit Medizin-Nobelpreis geehrt / Foto: Claudio BRESCIANI - AFP

Die drei Immunforscher Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell aus den USA sowie Shimon Sakaguchi aus Japan erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin. Die drei würden "für ihre Entdeckungen zur peripheren Immuntoleranz geehrt", teilte das Nobel-Komitee am Montag in Stockholm mit.

Textgröße ändern:

Bei dem diesjährigen Medizin-Nobelpreis gehe es "um die Art und Weise, wie wir unser Immunsystem kontrollieren, um gegen alle erdenklichen Mikroben zu kämpfen und dabei Autoimmunkrankheiten zu verhindern", erklärte Marie Wahren-Herlenius, Professorin am Karolina-Institut.

"Das starke Immunsystem des Organismus muss reguliert werden, sonst droht es unsere eigenen Organe anzugreifen", betonte das Nobel-Komitee. Die diesjährigen Nobelpreisträger hätten die "Wächter des Immunsystems identifiziert, die regulatorischen T-Zellen, die verhindern, dass die Immunzellen unseren eigenen Körper angreifen".

"Ihre Entdeckungen haben die Grundlage für ein neues Forschungsgebiet gelegt und die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden vorangetrieben, zum Beispiel für Krebs und Autoimmunkrankheiten", betonte das Nobel-Komitee.

Die Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Medaille und elf Millionen Kronen (rund 998.000 Euro) Preisgeld.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: