Pallade Veneta - Deutsche Aidshilfe fordert eine Million Impfdosen gegen Affenpocken

Deutsche Aidshilfe fordert eine Million Impfdosen gegen Affenpocken


Deutsche Aidshilfe fordert eine Million Impfdosen gegen Affenpocken
Deutsche Aidshilfe fordert eine Million Impfdosen gegen Affenpocken / Foto: Cynthia S. Goldsmith - Centers for Disease Control and Prevention/AFP/Archiv

Die Deutsche Aidshilfe (DAH) hat eine Million Impfdosen gegen die Affenpocken gefordert. "Ziel muss sein, die Zahl der Infektionen so schnell wie möglich zu senken und die Epidemie dauerhaft in den Griff zu bekommen", erklärte Ulf Kristal vom DAH-Vorstand am Freitag in Berlin. Das sei nur möglich, wenn möglichst viele Menschen mit Infektionsrisiko geimpft würden.

Textgröße ändern:

Eine Million Impfdosen seien nötig, um einer halben Million Menschen einen dauerhaften Schutz zu bieten. Die Organisation forderte den Bund dazu auf, den Impfstoff schnellstmöglich zu bestellen, weil kurzfristige Käufe in nächster Zeit kaum möglich sein würden.

Die 240.000 bereits gekauften Dosen reichten nicht aus. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Epidemie vorbei ist, wenn die bisher verfügbaren Dosen verimpft sind", erklärte Axel Jeremias Schmidt von der DAH. Zur Risikogruppe gehörten schwule und bisexuelle Männer, die nicht in monogamen Beziehungen lebten.

Ihnen müsste ein Impfangebot gemacht werden. Es sei aber nicht auszuschließen, dass das Virus demnächst auch andere Bevölkerungsgruppen betreffe. Die DAH forderte die Bundesregierung dazu auf, sich für eine Ausweitung der Produktion des Impfstoffs einzusetzen.

L.Barone--PV

Empfohlen

Ebola-Epidemie: Nigeria meldet ersten Fall

In der Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat nun auch Nigeria einen ersten Fall gemeldet. Eine unlängst per Flugzeug aus Uganda eingereiste Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas am Dienstag mit. Dort sei sie mehrere Tage behandelt worden, bevor sich die Diagnose bestätigt habe. Die Regierung forderte alle Gesundheitseinrichtungen des Landes zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Textgröße ändern: