Pallade Veneta - Von Zecken übertragen: RKI weist weitere Regionen als FSME-Risikogebiete aus

Von Zecken übertragen: RKI weist weitere Regionen als FSME-Risikogebiete aus


Von Zecken übertragen: RKI weist weitere Regionen als FSME-Risikogebiete aus
Von Zecken übertragen: RKI weist weitere Regionen als FSME-Risikogebiete aus / Foto: BERTRAND GUAY - AFP/Archiv

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat zwei weitere Regionen zu FSME-Risikogebieten erklärt. Dabei handelt es sich um den Landkreis Nordsachsen in Sachsen und den Stadtkreis Halle in Sachsen-Anhalt, wie das RKI am Donnerstag in Berlin mitteilte. Damit sind nun 185 Kreise als Risikogebiete für die von Zecken übertragene Krankheit ausgewiesen.

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Die meisten Risikokreise liegen laut RKI in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Südhessen, im südöstlichen Thüringen, im südöstlichen Brandenburg und im östlichen Sachsen-Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Bei Aufenthalt in FSME-Risikogebieten empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen FSME.

FSME oder Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch Viren verursacht und beginnt meist mit unspezifischen Krankheitszeichen wie Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Nach etwa einer Woche kann sich eine virusbedingte Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarkentzündung entwickeln.

Laut RKI sind aber selbst in den FSME-Risikogebieten nur wenige Zecken infiziert. Im Mittel tragen 0,1 Prozent bis fünf Prozent der Zecken FSME-Viren in sich. Die Erreger werden binnen zehn Minuten nach dem Zeckenstich übertragen.

2025 wurden laut RKI 693 FSME-Erkrankungen registriert. Das ist die dritthöchste Erkrankungszahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001.

Neben dem FSME-Erreger können Zecken die von Bakterien verursachte sogenannte Lyme-Borreliose auf Menschen übertragen, die Nervensysteme und Gelenke schädigen kann. Gegen Borreliose, die noch häufiger vorkommt als FSME, gibt es bislang keine Schutzimpfung. Das RKI empfiehlt, beim Aufenthalt im hohen Gras, im Gebüsch oder im Unterholz geschlossene Kleidung zu tragen und insektenabweisende Mittel aufzutragen. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten zudem der Körper nach Zecken abgesucht und diese sofort entfernt werden. Ab etwa fünf Grad Celsius werden Zecken aktiv.

Den Borreliose-Erreger tragen je nach Region bis zu 30 Prozent der Zecken in sich. Borreliose wird erst übertragen, wenn die Zecke bereits einige Stunden Blut saugt. Außerdem entwickelt nur ein sehr kleiner Teil der Infizierten am Ende auch Krankheitssymptome.

I.Saccomanno--PV

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