Pallade Veneta - Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung

Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung


Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung
Ärztinnen-Netzwerk fordert zum Frauentag geschlechtsspezifische Medizinforschung / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

In der Gesundheitsforschung sollte nach Auffassung von Ärztinnen systematisch zwischen den Geschlechtern differenziert werden. Das fordert das Frauennetzwerk im Ärzteverband Hartmannbund anlässlich des internationalen Frauentags, der am Sonntag begangen wird. "Gleichbehandlung ist nicht automatisch eine gerechte oder wirksame Behandlung", erklärte die Sprecherin des Netzwerks, Iris Illing.

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Etwa seien viele bereits zugelassene Medikamente früher überwiegend an männlichen Probanden getestet worden, führten die Ärztinnen aus. "Aber Frauen sind nicht bloß zehn Kilogramm leichtere Männer, es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede in Aufnahme, Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen." In der Folge seien Frauen häufiger von Nebenwirkungen betroffen.

Das Thema Frauengesundheit rücke immer mehr in den politischen Fokus, heben die Ärztinnen positiv hervor. Doch es bleibe noch viel zu tun: "Biologische Unterschiede, soziale Determinanten und geschlechtsspezifische Risiken müssen (...) systematisch in Studien, Leitlinien und Versorgungsstrukturen integriert werden."

"Wichtig ist dabei auch, dass wir Frauengesundheit nicht nur auf die reproduktiven Organe reduzieren", ergänzte Galina Fischer, ebenfalls Netzwerk-Sprecherin. "Der Fokus muss auf allen menschlichen Organsystemen liegen. Und hier gibt es zum Teil große Unterschiede zwischen Frauen und Männern."

A.Rispoli--PV

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