Pallade Veneta - CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Abschaffung der meisten Krankenkassen

CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Abschaffung der meisten Krankenkassen


CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Abschaffung der meisten Krankenkassen
CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Abschaffung der meisten Krankenkassen / Foto: ANNEGRET HILSE - POOL/AFP

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ist dafür, die meisten der derzeit 93 gesetzlichen Krankenkassen abzuschaffen. "Zehn Krankenkassen in Deutschland reichen", sagte Linnemann am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Die vielen Kassen würden aktuell in der Regel die gleichen Leistungen anbieten und damit einen großen Verwaltungsaufwand produzieren.

Textgröße ändern:

"Wenn ich sehe, dass da Milliarden ausgegeben werden für nichts, weil es keinen Wettbewerb gibt, dann müssen wir da ran, und deswegen sind über 90 Krankenkassen zu viel." Der CDU-Generalsekretär regte an, vor allem kleinere Krankenkassen auszusortieren. Als mögliche Schwelle nannte er 200.000 oder 250.000 Versicherte.

Deutschland habe zugleich ein sehr teures und ineffizientes Gesundheitssystem, sagte Linnemann. Er lobte, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Vorschläge einer Kommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weitgehend umsetzen wolle. Zugleich forderte er mit den Einsparungen bei den Kassen noch über die Vorschläge hinauszugehen.

Die GKV steckt tief in den roten Zahlen, es fehlen Milliarden. Die schwarz-rote Koalition will gegensteuern und schon Ende April einen Gesetzentwurf zur Reform der Krankenversicherung beschließen.

Basis für die Reform sollen die Vorschläge einer Expertenkommission sein. Diese hatte Ende März 66 Empfehlungen vorgestellt, mit denen im kommenden Jahr rund 42 Milliarden Euro eingespart werden können. Die Zahl der Krankenkassen zu reduzieren, wie jetzt von Linnemann gefordert, war allerdings kein Vorschlag der Kommission.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Kassenärzte sagen deutlich längere Termin-Wartezeiten ab 2027 voraus

Die Kassenärzte in Deutschland erwarten, dass gesetzlich Versicherte ab kommendem Jahr deutlich länger auf einen Arzttermin als bisher warten müssen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, verwies dazu in der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) auf die Kürzung von Mitteln für die ambulante Versorgung. Dadurch seien "mehr als 50 Millionen Termine" gestrichen worden. Die Terminnot werde sich daher weiter verschärfen, sagte Gassen.

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Nach Lungenkrebs-OP: Papst Leo XIV. wird am Samstag aus Klinik entlassen

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation kann Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen. "Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, des heute Morgen angefertigten Röntgenbildes des Brustkorbs und der klinischen Gesamtbewertung ist der Heilige Vater als entlassungsfähig eingestuft worden", hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung der behandelnden Ärzte. Der Papst werde am frühen Nachmittag in den Vatikan zurückkehren.

Textgröße ändern: