Pallade Veneta - SPD-Gesundheitspolitiker plädiert für Reduzierung der Zahl der Krankenkassen

SPD-Gesundheitspolitiker plädiert für Reduzierung der Zahl der Krankenkassen


SPD-Gesundheitspolitiker plädiert für Reduzierung der Zahl der Krankenkassen
SPD-Gesundheitspolitiker plädiert für Reduzierung der Zahl der Krankenkassen / Foto: ANNEGRET HILSE - POOL/AFP

In der Debatte um die Gesundheitsreform hat der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis eine deutliche Reduzierung der Zahl der Krankenkassen ins Gespräch gebracht. "Wir brauchen keine 90 Krankenkassen", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion der "Bild" (Montagsausgabe). "Ein halbes Dutzend bis maximal ein Dutzend große, leistungsfähige Kassen würde ausreichen", fügte Pantazis hinzu.

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Entscheidend ist Pantazis zufolge eine "sinnvolle Mindestgröße, damit Verwaltung effizient organisiert und Versorgung verlässlich gesteuert werden kann". Insgesamt müssten die Kassen jedoch stärker in Reformüberlegungen einbezogen werden. "Wer jetzt so tut, als könnten die Kassen außen vor bleiben, verkennt die Realität", sagte der SPD-Politiker. "Auch dort gibt es Effizienzreserven, die wir heben müssen." Dazu gehöre ausdrücklich auch eine Strukturreform im Kassensystem.

Pantazis mahnte, die Lasten der Gesundheitsreform nicht einseitig zu verteilen. "Es kann nicht sein, dass am Ende allein die Versicherten die Zeche zahlen sollen", betonte er. "Jeder muss seinen Beitrag leisten: Versicherte, Leistungserbringer und eben auch die Krankenkassen."

Am Donnerstag hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ihren Gesetzentwurf für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt, mit der schon im kommenden Jahr 20 Milliarden Euro eingespart werden sollen, um weitere Beitragssteigerungen zu verhindern. Nach dem Wunsch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll die Reform noch im April vom Kabinett und bis zur Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden.

G.Riotto--PV

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