Pallade Veneta - Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen


Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen
Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge - sondern auch die Augen / Foto: KAREN BLEIER - AFP/Archiv

Rauchen schädigt nicht nur Herz und Lunge, sondern auch die Augen. Bis zu 20 Prozent aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr seien auf das Rauchen zurückzuführen, erklärte die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) am Montag in München. Studien zufolge erhöhe Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse zudem teilweise um das Zwei- bis Vierfache.

Textgröße ändern:

Viele Augenerkrankungen entwickeln sich demnach schleichend. Rauchen beschleunige diese Prozesse aber massiv. Die Vielzahl giftiger Substanzen im Tabakrauch greife nahezu alle Strukturen des Auges an, beeinträchtige die Durchblutung in den feinen Gefäßen, fördere Entzündungen und schädige Nervenzellen, erklärte die Fachgesellschaft.

"Während aber die Risiken für Herz und Lunge bekannt sind, wird der Einfluss des Rauchens auf das Sehvermögen in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich unterschätzt", warnte DOG-Expertin Teresa Barth. Schon wenige Zigaretten am Tag könnten messbare Schäden verursachen.

Besonders deutlich sind die Auswirkungen demnach bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Rauchen verdoppelt bis verdreifacht das Erkrankungsrisiko, auch treten erste Krankheitsanzeichen bis zu zehn Jahre früher auf. Das Risiko für das Umschlagen in eine besonders aggressive Form der AMD ist demnach sogar mehr als vierfacht. Die gute Nachricht ist nach Angaben der Expertin, dass ein Rauchstopp das Risiko sofort und nachhaltig reduziere - und zwar in jedem Alter.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Barmer-Umfrage: Fast jeder Fünfte verschweigt etwas beim Arzt

Viele Menschen in Deutschland trauen sich einer Umfrage zufolge oft nicht, offen mit ihrem Arzt zu sprechen. 18 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, beim Arztbesuch schon einmal Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen zu haben, wie aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer laut Mitteilung vom Mittwoch hervorging. Demnach sind besonders Frauen und jüngere Menschen betroffen.

Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Von den 4381 bestätigten Infektionsfällen seien 2011 tödlich ausgegangen, teilten die kongolesischen Behörden am Dienstag mit. Damit nähert sich die Opferzahl derjenigen des bislang schwersten Ebola-Ausbruchs im Land, bei dem in den Jahren 2018 bis 2020 fast 2300 Infizierte gestorben waren.

Essstörungen: Klinikbehandlungen von Mädchen binnen 20 Jahren verdoppelt

Die Zahl der wegen Essstörungen im Krankenhaus behandelten Mädchen hat sich innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt. Kamen 2004 rund 2800 Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren aufgrund von Magersucht und ähnlichen Störungen in eine Klinik, stiegen die Fälle bis 2024 auf knapp 6000, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Trump verstärkt Vorgehen gegen Impfungen

US-Präsident Donald Trump verstärkt sein Vorgehen gegen Impfungen: Er unterzeichnete am Montag im Weißen Haus ein Dekret mit neuen Impfempfehlungen. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, den Abstand zwischen Kindern verabreichten Impfungen zu vergrößern. Im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung suggerierte Trump bei der Präsentation seines Dekrets zudem erneut mehrmals einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus.

Textgröße ändern: