Pallade Veneta - Hantavirus: Großbritannien will Schiffspassagiere in Ex-Covid-Krankenhaus bringen

Hantavirus: Großbritannien will Schiffspassagiere in Ex-Covid-Krankenhaus bringen


Hantavirus: Großbritannien will Schiffspassagiere in Ex-Covid-Krankenhaus bringen
Hantavirus: Großbritannien will Schiffspassagiere in Ex-Covid-Krankenhaus bringen / Foto: - - AFP/Archiv

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff "Hondius" will Großbritannien die britischen Reisenden zunächst in ein während der Corona-Pandemie als Quarantäne-Einrichtung genutztes Krankenhaus bringen. Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS am Samstag mitteilte, sollen die rund 24 britischen Reisenden und Crew-Mitglieder sowie zwei Iren zunächst bis zu 72 Stunden im Arrowe Park Hospital nahe Liverpool im Nordwesten Englands verbringen. Anschließend werde über ihre weitere Isolierung entschieden.

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Das Krankenhaus war zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 genutzt worden, um aus dem chinesischen Wuhan und vom Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" heimkehrende Briten zu isolieren. Der NHS betonte, dass keiner der Menschen an Bord der "Hondius" derzeit Symptome zeige. Die Inkubationszeit des Erregers ist aber laut Experten "sehr variabel", damit kann das Auftreten von Symptomen mehrere Wochen dauern. Drei Passagiere der "Hondius" starben bisher an den Folgen der Infektion: ein niederländisches Ehepaar und eine Frau aus Deutschland.

In Deutschland empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) sechs Wochen Quarantäne für Kontaktpersonen ohne Symptome, dies könne auch zu Hause geschehen. Das RKI stellt auf seiner Website eine entsprechende Handreichung zur Verfügung.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums und des Auswärtigen Amtes in Berlin befindet sich "eine mittlere einstellige Zahl" deutscher Staatsbürger an Bord. Laut einer früheren Liste der "Hondius"-Reederei Oceanwide Expeditions sind es sechs lebende Deutsche sowie die Leiche des deutschen Todesopfers.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betonte am Samstag, dass jeder an Bord der "Hondius" als "Hochrisiko"-Kontakt gelte und 42 Tage überwacht werden solle. Insgesamt befinden sich rund 150 Menschen an Bord des Schiffes, das laut der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García Gómez am frühen Sonntagmorgen vor der Kanaren-Insel Teneriffa ankommen soll.

Auf Drängen der örtlichen Behörden soll die "Hondius" aus Sicherheitsgründen aber nicht in den kleinen Industriehafen Granadilla de Abona einlaufen, sondern vor der Insel ankern. Der Großteil der Menschen an Bord soll von dort auf einem kleineren Schiff an Land gebracht und dann in Bussen zum Flughafen Teneriffa-Süd gefahren und in ihre Heimatländer geflogen werden.

M.Romero--PV

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