Pallade Veneta - Spanische Regierung: Evakuierung von Schiff nach Hantavirus-Ausbruch hat begonnen

Spanische Regierung: Evakuierung von Schiff nach Hantavirus-Ausbruch hat begonnen


Spanische Regierung: Evakuierung von Schiff nach Hantavirus-Ausbruch hat begonnen
Spanische Regierung: Evakuierung von Schiff nach Hantavirus-Ausbruch hat begonnen / Foto: JORGE GUERRERO - AFP

Nach der Ankunft des von einem tödlichen Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs "Hondius" vor der Kanareninsel Teneriffa hat am Sonntagvormittag dessen Evakuierung begonnen. "Die Ausschiffung der spanischen Passagiere und der spanischen Besatzung beginnt", teilte das Gesundheitsministerium in Madrid im Onlinedienst Telegram mit. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen fünf Menschen auf einem kleineren Boot, das von der "Hondius" ablegte und in Richtung des Hafens in Granadilla de Abona im Süden von Teneriffa fuhr.

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An Bord befinden sich knapp 150 Menschen, darunter mehrere Deutsche; alle Passagiere und ein Teil der Besatzung sollen die "Hondius" nun verlassen und in ihre Heimatländer gebracht werden.

Nach der Ausschiffung mithilfe kleinerer Boote sollen die Betroffenen nach Angaben des niederländischen Schiffseigners Oceanwide Expeditions"unverzüglich zu den ihnen zugewiesenen Flugzeugen gebracht werden". Anschließend werden sie in ihre Heimatländer ausgeflogen. Die meisten Menschen an Bord stammen aus EU-Ländern, Großbritannien und den USA.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin befindet sich "eine mittlere einstellige Zahl" deutscher Staatsbürger an Bord. Laut einer früheren Liste der "Hondius"-Reederei Oceanwide Expeditions sind es sechs lebende Deutsche sowie die Leiche einer nach einer Hantavirus-Infektion verstorbenen Deutschen, die allerdings während der Weiterfahrt des Schiffes in die Niederlande an Bord bleibt.

Auch wenn keiner der Menschen an Bord derzeit Symptome hat, gelten sie laut WHO aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als "Hochrisikokontakte". Zugleich betont die WHO, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung "absolut gering" sei. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb in einem offenen Brief an die Menschen auf Teneriffa mit Blick auf die Corona-Pandemie: "Das ist kein neues Covid."

Auf Drängen der örtlichen Behörden lief die "Hondius" vorsichtshalber dennoch nicht in den kleinen Industriehafen Granadilla de Abona ein, sondern ankert vor der Insel. Ein Teil der Besatzung soll an Bord bleiben und später mit dem Schiff in die Niederlande fahren.

WHO-Chef Tedros ist eigens nach Granadilla gereist, um die Evakuierung zu beaufsichtigen. Laut WHO wurde mittlerweile in sechs von acht Verdachtsfällen eine Infektion mit dem Andesvirus bestätigt, dem einzigen Hantavirusstamm, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Im Rahmen des Ausbruchs gibt es drei Tote: Vor der Deutschen starben bereits ein Niederländer und seine Frau.

D.Vanacore--PV

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