Pallade Veneta - Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda: WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus

Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda: WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus


Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda: WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus
Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda: WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus / Foto: John WESSELS - AFP/Archiv

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts des Ausbruchs einer seltenen Ebola-Variante in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda mit über 80 Toten ihre zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Bei dem jüngsten Ausbruch der "Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus" handele es sich um eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite", erklärte die WHO am Sonntag. Die Kriterien für die höchste Alarmstufe, eine Pandemie, erfülle der Ausbruch bislang nicht.

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In der DR Kongo starben bereits 88 mutmaßlich mit der Bundibugyo-Virusvariante infizierte Menschen, erklärte die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC) am Samstag. Insgesamt gebe es fast 336 Verdachtsfälle,

Die tatsächlichen Fallzahlen könnten jedoch deutlich höher liegen, warnte die WHO. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) bezeichnete die rasche Ausbreitung des Ausbruchs als "äußerst besorgniserregend". Sie bereite eine "groß angelegte Hilfsaktion" vor.

Es gebe "weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung" gegen den Bundibugyo-Stamm, erklärte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am Samstag. "Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann."

Der Ebola-Ausbruch war am Freitag in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri gemeldet worden. Im benachbarten Uganda starb ebenfalls ein mit Ebola infizierter Mann, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.

Ebola verläuft oftmals tödlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren schätzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet.

Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der DR Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals wurden rund 2300 Todesfälle verzeichnet.

R.Zaccone--PV

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