Pallade Veneta - Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch - Drogenbeauftragter sieht "Warnsignal"

Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch - Drogenbeauftragter sieht "Warnsignal"


Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch - Drogenbeauftragter sieht "Warnsignal"
Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch - Drogenbeauftragter sieht "Warnsignal" / Foto: Ezequiel BECERRA - AFP

Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen - und vor allem bei Mädchen stieg der Konsum. Dies ergab eine repräsentative Befragung, die am Dienstag die Behörde des Drogenbeauftragten der Bundesregierung anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai veröffentlichte. Demnach nahm vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel deutlich zu, die "extrem ungesund" seien "und schnell nikotinabhängig" machten.

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Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) sah in den Befragungsergebnissen "ein klares Warnsignal". Die Politik dürfe hier "nicht einfach nur zusehen", erklärte er. "E-Zigaretten und Nikotinbeutel sind nicht harmlos. Nikotin macht abhängig, belastet Herz und Kreislauf und kann junge Menschen früh an dauerhaften Konsum binden."

2025 rauchte fast jeder Zehnte der Zwölf- bis 17-Jährigen (9,6 Prozent), wie die repräsentative Befragung für die Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ergab. 2021 waren es demnach nur 6,1 Prozent gewesen.

"Damit zeigt sich bei Jugendlichen eine gegenläufige Entwicklung zum langfristigen Rückgang des Rauchens bei jungen Erwachsenen", hieß es. Besonders auffällig sei: "Vor allem Mädchen rauchen deutlich mehr als noch vor fünf Jahren." In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen sank der Anteil Rauchender der Studie zufolge hingegen von 29,8 Prozent im Jahr 2021 auf 26,3 Prozent im Jahr 2025.

Weiter auf dem Vormarsch sei bei jungen Menschen das Vapen, der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nehme dabei deutlich zu. Bei Jugendlichen sei der Anteil der Konsumierenden seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen gestiegen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen.

Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren habe sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent. Neun von zehn Konsumenten nutzten den Angaben zufolge in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden.

"Wenn Nikotin nach Cola, Kiwi, Kaugummi oder Menthol schmeckt und in bunten Verpackungen daherkommt, dann ist das keine zufällige Produktgestaltung", erklärte Streeck. "Das senkt die Hemmschwelle und macht Nikotin für junge Menschen attraktiv." Zum Teil seien diese Zusatzstoffe "gesundheitsschädlich oder krebserregend und gehören nicht in die Lungen".

Streeck forderte "klare Regeln für Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung". Gesundheitsschädliche und jugendaffine Aromen müssten verboten werden.

Auch Nikotinbeutel haben der Studie zufolge an Bedeutung gewonnen, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist. 2025 gaben 5,5 Prozent der Jugendlichen und 18,9 Prozent der jungen Erwachsenen an, diese Produkte bereits ausprobiert zu haben. 2023 waren es noch 4,1 Prozent der Jugendlichen und 14,8 Prozent der jungen Erwachsenen. Zurückgegangen ist hingegen der Konsum von Wasserpfeifen und von Einweg-E-Zigaretten.

Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. Die Erhebung fand im Zeitraum April bis Juni 2025 statt.

M.Romero--PV

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