Pallade Veneta - Charité: Ebola-Patient gesund aus Krankenhaus entlassen

Charité: Ebola-Patient gesund aus Krankenhaus entlassen


Charité: Ebola-Patient gesund aus Krankenhaus entlassen
Charité: Ebola-Patient gesund aus Krankenhaus entlassen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Der mit Ebola infizierte US-Bürger, der seit dem 20. Mai auf der Sonderisolierstation der Berliner Charité behandelt wurde, ist am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Angesichts einer vollständigen Symptomfreiheit über mehr als 72 Stunden sowie eines negativen Virusnachweises in wiederholten PCR-Untersuchungen habe das zuständige Gesundheitsamt die Isolationsanordnung am Mittag aufgehoben, teilte die Charité mit. Der Mann befinde sich "in guter Gesundheit".

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"Die zu Beginn hohe Viruslast nahm unter der antiviralen Therapie und den Behandlungsmaßnahmen deutlich ab. Seit dem 30. Mai konnte in den täglich durchgeführten Kontrolluntersuchungen kein Virus mehr nachgewiesen werden", teilte das Krankenhaus weiter mit. Der Mann hatte in der Charité eine kombinierte antivirale Therapie bekommen.

Der US-Bürger, der als Arzt für eine christliche Hilfsorganisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeitete, hatte sich dort mit der gefährlichen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus infiziert. Er war auf Bitten der USA in der Charité aufgenommen worden. Auch seine Frau und die vier Kinder wurden dort auf der Sonderisolierstation untergebracht. Sie blieben jedoch symptomfrei, die Isolieranordnung wurde nun auch für sie aufgehoben.

"Wir sind sehr erfreut über den erfolgreichen Behandlungsverlauf und werten diesen als bedeutenden therapeutischen Erfolg", erklärte der Direktor der Klinik für Infektiologie der Charité, Leif Erik Sander. Die Sonderisolierstation des Krankenhauses habe sich "einmal mehr als unverzichtbarer Baustein in der Bewältigung hochpathogener Infektionen erwiesen".

Der Genesene bedankte sich demnach beim Team der Charité. Er sei "erstklassig versorgt" worden. "Unsere Gedanken sind auch bei den Menschen im Kongo, die nicht die Möglichkeit haben, eine solche Versorgung zu erhalten", erklärte er aber auch.

Die DR Kongo ist das Zentrum der Ebola-Epidemie. Bislang wurden mehr als 60 durch Ebola verursachte Todesfälle von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt. Hinzu kommen zahlreiche weitere Todesfälle, bei denen der Verdacht besteht, dass das Virus verantwortlich ist. Es ist durch Körperflüssigkeiten übertragbar.

Die UN-Organisation hatte wegen der Epidemie Mitte Mai eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda, die zeitweise auf mehr als 900 angestiegen war, ging zuletzt jedoch wieder stark zurück.

M.Romero--PV

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