Pallade Veneta - Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten

Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten


Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten
Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten / Foto: JOEL SAGET - AFP/Archiv

Die spanische Regierung hat einen Gesetzentwurf für ein Rauchverbot in öffentlichen Außenbereichen wie Café- und Restaurantterrassen, Parks und Stränden beschlossen. Ziel des Gesetzes sei es, das bereits geltende Rauchverbot für Innenräumen auszuweiten, "um die öffentliche Gesundheit besser zu schützen und auf eine tabakfreie Generation hinzuwirken", sagte Gesundheitsministerin Mónica García nach der Billigung des Entwurfs durch das Kabinett am Dienstag vor Journalisten.

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"Das Ziel ist einfach: Saubere Luft soll in gemeinsam genutzten Räumen zur Norm werden", betonte García. Schwangere und Menschen mit Asthma sollten Restaurantterrassen nutzen können, ohne dem Rauch anderer Gäste ausgesetzt zu sein. Das Verbot gilt auch für Vapes und soll neben Terrassen im Hotel- und Gaststättengewerbe auch "Bushaltestellen, Bahnsteige, Universitätsgelände, Sportanlagen, Schwimmbäder und Strände" betreffen, erklärte die Ministerin.

Der neue Gesetzentwurf zielt zudem darauf ab, Tabakkonsum für Minderjährige zu verbieten sowie jegliche Werbung für Tabak und E-Zigaretten zu untersagen. Der Text muss allerdings noch vom Parlament gebilligt werden, in dem die linksgerichtete Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez keine eigene Mehrheit hat.

Der Vorstoß könnte eine heftige Gegenreaktion der Gastronomie hervorrufen. In Spanien ist die Außengastronomie insbesondere in der warmen Jahreszeit sehr beliebt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Etwa 26 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Spaniens raucht laut Daten des Gesundheitsministeriums von 2024 täglich. Tabakkonsum ist für 50.000 Todesfälle jedes Jahr verantwortlich. Ein 2011 erlassenes Gesetz hat das Rauchen bereits aus allen geschlossenen öffentlichen Räumen verbannt, darunter Bars, Restaurants, Cafés, Diskotheken und Casinos.

A.Graziadei--PV

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