Pallade Veneta - Trotz GKV-Reform: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an stabile Beiträge

Trotz GKV-Reform: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an stabile Beiträge


Trotz GKV-Reform: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an stabile Beiträge
Trotz GKV-Reform: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an stabile Beiträge / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

Trotz des jüngst beschlossenen Sparprogramms der Regierung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) glaubt eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht an dauerhaft stabile Beiträge. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hervor, über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Donnerstag berichten.

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Der Umfrage zufolge rechnen 88 Prozent der Deutschen damit, dass die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung noch in diesem oder im kommenden Jahr weiter steigen werden. Nur zehn Prozent halten weitere Beitragserhöhungen für eher unwahrscheinlich, der Rest war unentschieden.

Die Skepsis ist damit den Angaben zufolge trotz der Reform sogar noch leicht gewachsen. Bereits kurz nach der Bundestagswahl 2025 hatten in einer vergleichbaren Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK 86 Prozent der Befragten mit weiteren Beitragserhöhungen gerechnet. Bei der nun unmittelbar nach der Verabschiedung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes vorgenommenen Umfrage waren es 88 Prozent.

Mit der GKV-Reform sei "zwar eine solide Grundlage für eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik geschaffen" worden, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, den Funke-Zeitungen. "Das Versprechen von tatsächlich stabilen Beiträgen ist aber für eine große Mehrheit in der Bevölkerung offensichtlich nicht glaubhaft." Es werde deshalb "nun eine der wichtigsten ersten Aufgaben des neuen Gesundheitsministers Carsten Linnemann sein, diese Zusage einzulösen und das Sparpaket abzusichern - und nicht durch weitere Ausnahmen aufzuweichen."

Die schwarz-rote Regierung hatte am letzten Tag vor der parlamentarischen Sommerpause mit der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat ihr hoch umstrittenes GKV-Sparprogramm über die Ziellinie gebracht. Es sieht unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern und begrenzte Vergütungen für Ärzte und Krankenhäuser vor.

T.Galgano--PV

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