Pallade Veneta - Lauterbach schließt bei Corona "epidemische Lage" im Winter nicht aus

Lauterbach schließt bei Corona "epidemische Lage" im Winter nicht aus


Lauterbach schließt bei Corona "epidemische Lage" im Winter nicht aus
Lauterbach schließt bei Corona "epidemische Lage" im Winter nicht aus / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt in der Corona-Pandemie die Ausrufung einer "epidemischen Lage" im Winter nicht aus. "Ich hoffe, dass es nicht zu einem gravierenden Variantenwechsel kommt. Wenn er ausbleibt, dann werden wir nicht in so eine epidemische Lage kommen", sagte der Minister der "Welt am Sonntag". Trotzdem benötige Deutschland für den Notfall Mittel und Maßnahmen gegen die Pandemie.

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"Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass sich im Laufe einer Pandemie immer nur die leichteren Varianten durchsetzen. Das ist ein Irrtum", führte Lauterbach aus. Es gebe keinen sogenannten Selektionsvorteil für leichtere Varianten. "Wir müssen auf alles gefasst sein." Schon jetzt gebe es in Deutschland zwischen 100 und 150 Corona-Tote pro Tag, sagte der SPD-Politiker. "Meine Sorge ist, dass diese Zahl noch steigen könnte."

Bereits in den kommenden Monaten erwartet der Gesundheitsminister eine Verschlechterung der Lage: "Der Corona-Herbst wird kein Zuckerschlecken", sagte er. Die BA.5-Variante des Coronavirus werde zumindest am Anfang einen Anstieg der Fallzahlen bringen - vor allem dann, wenn es kälter werde und die Menschen sich mehr in Innenräumen aufhielten. "Es wird dann zu Ausfällen in den Betrieben und der kritischen Infrastruktur kommen, etwa in Krankenhäusern. Es stehen uns also schwierige Zeiten bevor", warnte der Minister.

Zudem wehrte sich Lauterbach gegen Kritik an der geplanten Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Klasse. "Mit meiner Aufgabe als Gesundheitsminister ist es nicht zu vereinbaren, dass Kinder massenhaft erkranken. Die Durchseuchung einer ganzen Generation ist unverantwortlich", sagte der Minister. Es gehe um Millionen von Kindern. "Noch wissen wir nicht, was diese Infektion, wenn sie wiederholt auftritt, mit dem Immunsystem der Kinder macht. Das Risiko massenhafter Infektionen in der Schule können wir als Gesellschaft nicht eingehen."

F.Dodaro--PV

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