Pallade Veneta - Was vielen unbekannt ist: Schimmelpilzgifte werden beim Kochen nicht zerstört

Was vielen unbekannt ist: Schimmelpilzgifte werden beim Kochen nicht zerstört


Was vielen unbekannt ist: Schimmelpilzgifte werden beim Kochen nicht zerstört
Was vielen unbekannt ist: Schimmelpilzgifte werden beim Kochen nicht zerstört / Foto: Joel Saget - AFP/Archiv

Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln werden beim Kochen oder Backen nicht zerstört. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind sich dessen aber nicht bewusst, wie eine aktuelle Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nach einer Mitteilung vom Donnerstag zeigt. Weniger als die Hälfte der Befragten (46,9 Prozent) weiß, dass sogenannte Mykotoxine nicht durch starkes Erhitzen unschädlich gemacht werden.

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Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung (29 Prozent) ist zudem besorgt wegen möglicher Gesundheitsrisiken durch Schimmelpilze, die knappe Mehrheit (51 Prozent) denkt darüber gar nicht nach. Viel größere Risiken werden in Mikroplastik oder Rückständen von Schwermetallen in Lebensmitteln gesehen.

Während verschimmelter Joghurt und verschimmeltes Fleisch von mehr als 95 Prozent der Befragten und damit fast ausnahmslos weggeworfen werden, neigt dagegen bei frischem Gemüse oder Obst fast jeder Dritte dazu, lediglich den verschimmelten Teil wegzuschneiden und den Rest zu essen. Ein ähnlicher Umgang zeigt sich demnach bei Käse und luftgetrockneter Salami.

Das BfR empfiehlt hingegen, verschimmelte Lebensmittel vollständig zu entsorgen, weil der Schimmel von außen unsichtbar bereits tief in das betroffene Lebensmittel eingedrungen sein kann.

Viele Menschen wissen zudem nicht, dass Mykotoxine auch in Lebensmitteln vorkommen können, die nicht sichtbar verschimmelt sind. Dies betrifft insbesondere verarbeitete Lebensmittel wie etwa Pflanzendrinks oder getrocknete Gewürze. Befragt wurden im April rund tausend Menschen ab 16 Jahren.

Schimmelpilze können Giftstoffe produzieren, die bereits in geringen Mengen gesundheitsschädlich sein können. Mögliche gesundheitliche Folgen reichen dem BfR zufolge von Erbrechen oder Durchfall über Leber- und Nierenschäden bis hin zu Krebs.

Mykotoxine können sowohl in pflanzlichen Lebensmitteln wie auch in ölhaltigen Samen, Nüssen, Getreide, getrockneten Gewürzen, Obst und Gemüse vorkommen. Einige Mykotoxine können nach langfristiger Aufnahme auch krebserregend und erbgutschädigend wirken.

P.Colombo--PV

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