Pallade Veneta - Debatte um Organspende: Grünen-Politikerin Lang plädiert für Widerspruchslösung

Debatte um Organspende: Grünen-Politikerin Lang plädiert für Widerspruchslösung


Debatte um Organspende: Grünen-Politikerin Lang plädiert für Widerspruchslösung
Debatte um Organspende: Grünen-Politikerin Lang plädiert für Widerspruchslösung / Foto: MICHAEL MATTHEY - AFP/Archiv

In der Debatte um eine Neuregelung der Organspende hat Grünen-Politikerin Ricarda Lang für die sogenannte Widerspruchslösung geworben. Es gebe in Deutschland hohe Zustimmungsraten zu Organspenden, aber wenige Menschen hätten diese Zustimmung auch hinterlegt, sagte die Bundestagsabgeordnete am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin".

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Am Vormittag sollte der Bundestag in erster Lesung über eine fraktionsübergreifende Initiative zur Neuregelung der Organspende beraten. Die Widerspruchslösung sähe vor, dass künftig grundsätzlich jeder als Organspender in Frage kommt, der dem nicht ausdrücklich widerspricht. Damit soll die Zahl dringend benötigter Organspenden erhöht werden.

"Niemandem ist zuzumuten, gegen seinen Willen Organspender zu werden", betonte Lang. "Aber jedem von uns ist zuzumuten, uns einmal in unserem Leben mit diesem Thema zu beschäftigen." Damit könne Leben gerettet werden. Bislang sei es so, dass oftmals die Angehörigen gezwungen würden, die Entscheidung zu treffen - "in einem Moment der Trauer, in einem Moment der Unsicherheit", sagte die Grünen-Politikerin.

Dem widersprach der CDU-Politiker Michael Brand. Der Staat könne Schweigen nicht als Zustimmung werten, warnte er im "Morgenmagazin". "Es geht um die Unversehrtheit des eigenen Körpers, um das eigene Leben", betonte er. Eine Organspende sei eine höchstpersönliche Entscheidung. Er sehe die Gefahr, dass mit der Widerspruchslösung Misstrauen und Ablehnung erzeugt werde.

A.Saggese--PV

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