Pallade Veneta - Zahl der Organspenden in Deutschland bis Ende September 2026 leicht gestiegen

Zahl der Organspenden in Deutschland bis Ende September 2026 leicht gestiegen


Zahl der Organspenden in Deutschland bis Ende September 2026 leicht gestiegen
Zahl der Organspenden in Deutschland bis Ende September 2026 leicht gestiegen / Foto: Christophe ARCHAMBAULT - AFP/Archiv

Die Zahl der Organspenden ist in Deutschland in den ersten neun Monaten leicht gestiegen. Von Januar bis Ende September spendeten 772 Menschen Organe nach ihrem Tod, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Textgröße ändern:

Bis Ende September wurden 2373 Organe in Deutschland entnommen und im In- oder Ausland transplantiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 2258. "Der positive Trend aus dem vergangenen Jahr setzt sich erfreulicherweise fort", erklärte Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der DSO.

Dennoch bleibe die Zahl nach wie vor hinter dem zurück, was notwendig wäre. Derzeit warteten rund 8000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. Ein Grund für die weiterhin niedrigen Organspenderzahlen sei, dass oft keine dokumentierte Entscheidung der potenziellen Spenderinnen und Spender beispielsweise in Form eines Organspendeausweises vorliege.

Der DSO begrüßte eine Diskussion um die Widerspruchsregel. Die Regel fördere die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und schaffe Klarheit.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Cyberangriff auf Berliner Charité: Kontaktdaten abgegriffen

Die Berliner Charité ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Dabei wurden Daten von Mitarbeitenden, Studierenden und externen Kontakten abgegriffen, wie die Klinik am Freitag mitteilte. Sensible Daten seien nicht betroffen, hieß es. "Die Krankenversorgung war und ist durch den Vorfall nicht beeinträchtigt."

Kassen-Zusatzbeiträge sollen 2027 stabil bleiben - bei 2,9 Prozent

Der Zusatzbeitrag für die Krankenversicherung bleibt im kommenden Jahr stabil. Im Schnitt soll er bei 2,9 Prozent liegen: Diesen Wert legte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag fest. Der Satz sei in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, "diese Entwicklung haben wir jetzt gestoppt", erklärte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU). Über die exakte Höhe des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes entscheiden die Krankenkassen selbst.

Kritik an Linnemann-Äußerungen zu möglichen Leistungskürzungen in der Pflege

Sozialverbände und Patientenschützer haben die Ankündigung von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zu möglichen Leistungskürzungen in der Pflege kritisiert. "Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen Verlässlichkeit und nicht die Gewissheit, dass am Ende ohnehin gekürzt wird", sagte die Vorsitzende des Sozialverband VdK, Verena Bentele, der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Sie forderte von Linnemann, die von ihm gerade eingesetzte Expertenkommission zur Pflegereform "unabhängig" arbeiten zu lassen.

Statistik: Mehr Patienten im vergangenen Jahr in Krankenhäusern behandelt

Die Zahl der Behandlungsfälle in Deutschlands Krankenhäusern ist im vergangenen Jahr gestiegen. 2025 wurden insgesamt 17,7 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär in Kliniken versorgt, das waren 203.000 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern: