Pallade Veneta - Lauterbach will auch Kinderkliniken finanziell und von Bürokratie entlasten

Lauterbach will auch Kinderkliniken finanziell und von Bürokratie entlasten


Lauterbach will auch Kinderkliniken finanziell und von Bürokratie entlasten
Lauterbach will auch Kinderkliniken finanziell und von Bürokratie entlasten / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will auch die Kinderkliniken finanziell und von Bürokratie entlasten. "Wir sind kurz vor der Vollendung eines Gesetzes, wo wir die Kinderkliniken deutschlandweit entlasten wollen", sagte Lauterbach am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Ziel sei "ein Ausstieg aus den Fallpauschalen, die das Problem sind". Künftig solle die Klinik hundert Prozent des Budgets bekommen, auch wenn sie 20 Prozent weniger Fälle erbringe. Dies bedeute auch, dass nicht alles so präzise dokumentiert werden müsse.

Textgröße ändern:

"Der Druck muss raus", betonte Lauterbach mit Blick auf die Kinderkliniken. Über die Finanzierung und akute Entlastung aller Kliniken etwa wegen der hohen Energiekosten verhandele er derzeit mit dem Bundesfinanzminister. Bei den Kinderkliniken allerdings "wollen wir auch nicht warten, bis wir eine große Finanzierungereform haben". Der Vorschlag werde "in den nächsten Wochen kommen".

Lauterbach bekräftige, dass es künftig auch weniger Klinikübernachtungen für Behandlungen geben soll. In Deutschland würden viele Eingriffe mit Übernachtung gemacht, dies sei im Ausland längst nicht mehr so. "Diese sogenannte Tagesbehandlung im Krankenhaus spart sehr viele Pflegekräfte, weil ich nachts diese Dienste nicht mehr machen muss", sagte er. Das entlaste Ärzte und Pflegekräfte. Auch diese Reform habe er schon mit den Ländern besprochen. Das gehe natürlich nur, "wenn der Patient einverstanden ist" und gelte auch nicht für jeden Eingriff.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Säugling stirbt in Berlin nach Infektion mit Meningokokken

In Berlin ist ein Säugling an den Folgen einer Infektion mit Meningokokken gestorben. Das rund drei Monate alte Baby sei am 24. Januar mit Hautausschlag und Bewusstseinstrübung in die Rettungsstelle einer Klinik gebracht worden, erklärte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales. Es entwickelte ein Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom, also eine besonders schwere Form des septischen Schocks, und starb kurze Zeit später.

Trotz Beitragsschulden: Krankenkasse darf Kinderzimmer nicht durchsuchen

Eine Krankenkasse darf das Zimmer einer Jugendlichen, die ihr Beiträge schuldet, nicht durchsuchen. Das wäre unangemessen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Dienstag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss erklärte. Bei Eingriffen in die Privatsphäre müsse die höhere Verletzlichkeit von Minderjährigen berücksichtigt werden. (Az. VII ZB 13/25)

Koalitionsstreit: SPD nennt Warkens Krankenkassenvorschläge ohne Gegenfinanzierung unseriös

Zwischen Union und SPD verschärft sich der Koalitionsstreit um die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt wies in der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagsausgabe) die Vorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zurück, wonach der Bund die Kosten der Gesundheitsversorgung der Bürgergeldempfänger übernehmen solle: Solche Vorschläge seien nur ernstzunehmen, wenn Aussagen zur Finanzierung gemacht würden.

Zusatzbeiträge für Krankenversicherung: Union lehnt SPD-Vorstoß ab

Die SPD-Vorschläge zur Finanzierung des Gesundheitssystems stoßen beim Koalitionspartner Union auf Widerstand. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wandte sich am Montag in Berlin gegen den Vorstoß der Sozialdemokraten, eine Zusatzabgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zu erheben. "Das sollte man nicht machen, weil man kleinen und mittleren Sparern damit die Planungssicherheit nimmt". Die SPD-Spitze verteidigte ihre Pläne für Beiträge auf alle Einkommensarten.

Textgröße ändern: