Pallade Veneta - Frankreich will Rückgabe von Nazi-Raubkunst erleichtern

Frankreich will Rückgabe von Nazi-Raubkunst erleichtern


Frankreich will Rückgabe von Nazi-Raubkunst erleichtern
Frankreich will Rückgabe von Nazi-Raubkunst erleichtern / Foto: ALAIN JOCARD - AFP/Archiv

Frankreich will die Rückgabe von Raubkunst aus der Nazizeit an die Nachfahren der ursprünglichen Besitzer erleichtern. Das Kulturministerium stellte am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vor. "Die Kulturgüter zu finden und sie den Nachfahren zurückzugeben, ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Erinnerung an die Geschichte der jüdischen Familien, die beraubt wurden", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

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Bislang war die Rückgabe von Werken eine langwierige Angelegenheit, insbesondere, wenn die betroffenen Stücke Teil öffentlicher Sammlungen waren. Im vergangenen Jahr wurde eigens ein Gesetz erlassen, um die Rückgabe von 15 Werken aus öffentlichen Sammlungen zu ermöglichen, darunter ein Gemälde von Gustav Klimt, das sich im Musée d'Orsay befand.

Am Dienstag waren zwei Gemälde und eine Skulptur aus dem 15. Jahrhundert an die Nachfahren der ursprünglichen Besitzer übergeben worden. Die beiden Gemälde waren zeitweise in der Sammlung des führenden Nationalsozialisten Hermann Göring gewesen. Alle drei Werke befanden sich auf einer französischen Inventarliste aus der Nachkriegszeit mit etwa 2200 Raubkunst-Werken, deren Eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt waren.

Seit 1950 wurden in Frankreich 184 von Nazis gestohlene Kunstwerke von dieser Inventarliste an die Nachfahren der Besitzer zurückerstattet. Das Kulturministerium hatte 2019 eine Abteilung eingerichtet, die aktiv nach rechtmäßigen Eigentümern von Raubkunst suchen sollten.

B.Fortunato--PV

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