Pallade Veneta - Haus der Geschichte will Scholz' abgenutzte Aktentasche - Ebert-Stiftung aber auch

Haus der Geschichte will Scholz' abgenutzte Aktentasche - Ebert-Stiftung aber auch


Haus der Geschichte will Scholz' abgenutzte Aktentasche - Ebert-Stiftung aber auch
Haus der Geschichte will Scholz' abgenutzte Aktentasche - Ebert-Stiftung aber auch / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Seit rund vier Jahrzehnten trägt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bereits die gleiche Aktentasche mit sich herum - und das mittlerweile recht ausgebeulte Exemplar weckt Begehrlichkeiten: "Ich habe mit Regierungssprecher Hebestreit gesprochen und ihm gesagt, irgendwann würden wir gerne die Aktentasche von Olaf Scholz haben", sagte der Leiter des Hauses der Geschichte, Harald Biermann, der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch. "Die Tasche ist auf vielen Bildern festgehalten, sie hat einen historischen Wert."

Textgröße ändern:

Aber auch die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung möchte die Tasche haben, da in ihrem Archiv der sozialen Demokratie in Bonn bereits Aktentaschen von Herbert Wehner und Willy Brandt liegen. Sie würde "natürlich auch Olaf Scholz' Tasche später gerne in den Bestand aufnehmen", sagte Archivleiterin Anja Kruke der Zeitung.

Das Archiv habe bereits "ein Depositum von Olaf Scholz mit Unterlagen aus verschiedenen politischen Funktionen", erläuterte Kruke. Neben schriftlichen Unterlagen sei die Einrichtung auch an Objekten interessiert, wenn diese eine spezifische Bedeutung hätten und etwas über die Person aussagten.

Das Kanzleramt habe dem Vernehmen nach noch nicht festgelegt, was mit der Tasche passieren solle, falls Scholz sie ausrangiere, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Der Kanzler hatte sich im Herbst auf Instagram zu der Tasche geäußert: "Meine schwarze Aktentasche begleitet mich schon bald 40 Jahre - auf jeden Termin, jede Auslandsreise und auch in den Urlaub", schrieb er damals. "Gekauft habe ich sie mir als junger Anwalt."

Es sei "ja offensichtlich: Ich hänge sehr an dieser Tasche", schrieb Scholz weiter. "Sie ist praktisch - es geht viel rein." Was sich im Innern befinde, sei "viel langweiliger als manche vielleicht annehmen: meine Lesebrille, Tageszeitungen und natürlich Akten".

L.Barone--PV

Empfohlen

Filmemacher Almodóvar warnt vor "Monstern" wie Trump, Netanjahu und Putin

Der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar hält es für eine "moralische Pflicht" von Künstlern, sich in Politik einzumischen. "Als Europäer sind wir verpflichtet, eine Art Schutzschild gegen Monster wie Trump, Netanjahu oder den Russen zu werden", sagte Almodóvar mit Blick auf die Staats- und Regierungschefs aus Israel, den USA und Russland, Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladirmir Putin, am Mittwoch in Cannes. "Wir sind dazu verpflichtet, weil wir hier das Völkerrecht respektieren", fügte er hinzu.

Objekte aus Nachlass von Schauspieler Matthew Perry werden versteigert

Von Kunstwerken des Street-Art-Künstlers Banksy bis hin zu Drehbüchern der Erfolgsserie "Friends": In den USA werden im Juni mehr als 100 Objekte aus dem Nachlass des Schauspielers Matthew Perry versteigert. Es handelt sich um Erinnerungsstücke aus dem Berufs- und Privatleben des Schauspielers, wie Roberta Kramer vom Auktionshaus Heritage Auctions sagte. Neben Drehbüchern und Requisiten aus "Friends" und anderen Serien und Filmen seien auch "viele sehr persönliche Dinge" dabei.

Taiwanische Autorin Yang Shuang Zi erhält Booker-Literaturpreis

Der renommierte britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an die taiwanische Autorin Yang Shuang Zi. Sie wurde am Dienstag von der Jury in London für ihren Roman "Taiwan Travelogue" ausgezeichnet. Yang ist die erste Taiwanerin, die den Preis gewinnt. Zudem wurde erstmals ein im Original auf Mandarin verfasstes Buch ausgezeichnet.

London hofft auf Einnahmen in Milliardenhöhe durch Konzerte von Harry Styles

London kann durch mehrere für den Sommer geplante Konzerte des britischen Popstars Harry Styles auf Mehreinnahmen in Milliardenhöhe hoffen. Die Fans könnten pro Kopf etwa 981 Pfund (umgerechnet 1130 Euro) für die zwölf geplanten Konzerte ausgeben, erklärte das britische Finanzunternehmen Barclays am Dienstag. Insgesamt seien dies mehr als eine Milliarde Pfund, die Fans in die Tickets sowie ihre Anreise, Unterkünfte, Outfits und Merchandise-Artikel stecken könnten.

Textgröße ändern: