Pallade Veneta - Prominente und Politiker trauern um Rocklegende Tina Turner

Prominente und Politiker trauern um Rocklegende Tina Turner


Prominente und Politiker trauern um Rocklegende Tina Turner
Prominente und Politiker trauern um Rocklegende Tina Turner / Foto: Nathalie OLOF-ORS - AFP

Trauer um Tina Turner: Der Tod der "Königin des Rock und Soul" hat in aller Welt Bestürzung ausgelöst. Prominente und Politiker würdigten die Sängerin als "enorm talentierte Künstlerin" mit "bemerkenswerter persönlicher Stärke". Zahlreiche Fans legten Blumen vor ihrem Wohnhaus in der Schweiz nieder.

Textgröße ändern:

Die Musik-Ikone, die im Verlauf ihrer Karriere mehr als 180 Millionen Alben verkaufte und acht Grammys gewann, hatte fast 30 Jahre lang in Küsnacht am Zürichsee gelebt. Vor dem großen gusseisernen Tor des Anwesens legten Fans in der Nacht zum Donnerstag Blumensträuße nieder und stellten Kerzen auf, die durch rot gefärbte Glasgefäße flackerten.

"Ich bin schockiert", sagt Miran Znider, ein 48-jähriger slowenischer Fan. "Ich habe nicht erwartet, dass es so früh passieren würde." Auf die Frage, warum er gekommen sei, antwortete er: "Weil es die Königin ist, die Königin aller Frauen. Ich liebe Tina."

Die als "Queen of Rock & Roll" gefeierte Sängerin war "nach langer Krankheit" im Alter von 83 Jahren in ihrem Haus in Küsnacht gestorben, wie ihr Agent Bernard Doherty am Mittwoch mitteilte. Genauere Angaben zur Todesursache machte er zunächst nicht.

"Mit Tina Turners Tod hat die Welt eine Ikone verloren", schrieb der Schweizer Bundespräsident Alain Berset am späten Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Angehörigen dieser beeindruckenden Frau, die in der Schweiz eine zweite Heimat gefunden hat."

Die Sängerin war im Jahr 1995 mit ihrem späteren zweiten Ehemann, dem deutschen Musikmanager Erwin Bach, in die Alpenrepublik gezogen. 2013 gab sie ihre US-Staatsbürgerschaft auf.

Schweizer Medien priesen Turner als vorbildliche Schweizerin. Um ihre Staatsbürgerschaft zu erhalten, musste sie Deutsch lernen, einen Einbürgerungstest bestehen und ein Einbürgerungsgespräch führen. Im Jahr 2021 verlieh ihr die Universität Bern die Ehrendoktorwürde für ihr "einzigartiges musikalisches und künstlerisches Lebenswerk".

US-Präsident Joe Biden würdigte ein "einzigartiges Talent, das die US-Musik für immer verändert" habe. "Tinas persönliche Stärke war bemerkenswert", erklärte Biden. "Sie überwand Widrigkeiten und sogar Missbrauch und baute eine Karriere für die Ewigkeit auf, ein Leben und ein Vermächtnis, das ganz ihr gehörte", fügte er hinzu und nannte Turner "simply the best - "einfach die Beste".

Ex-Präsident Barack Obama bezeichnete die Sängerin als "einen Stern, dessen Licht niemals verblassen" werde. "Tina Turner war ungeschliffen. Sie war kraftvoll. Sie war unaufhaltsam. Und sie war ganz sie selbst - sie sprach und sang ihre Wahrheit in Freude und Schmerz, Triumph und Tragödie", erklärte Obama.

Der Frontsänger der Rolling Stones, Mick Jagger, der seine Tanzschritte von Turner gelernt haben soll, betrauerte den Verlust mit den Worten, die Welt habe "eine enorm talentierte Künstlerin und Sängerin" verloren. "Sie war inspirierend, warmherzig, lustig und großzügig. Sie hat mir so viel geholfen, als ich jung war, und ich werde sie nie vergessen." Jaggers Bandkollege Ronnie Wood nannte Turner "die Königin des Rock und Soul und eine liebe Freundin".

Die Schauspielerin Angela Bassett, die die Sängerin in der 1993 erschienenen Filmbiografie "What's Love Got to Do With It" verkörperte, würdigte Turner als Frau, die auch schlimmer Erfahrungen zur "Veränderung der Welt" genutzt habe. Turner habe anderen vorgelebt, "wie eine schöne Zukunft voller Liebe, Mitgefühl und Freiheit aussehen sollte".

Basketball-Legende Magic Johnson postete auf Twitter ein Bild mit der Sängerin - "eine meiner Lieblingskünstlerinnen aller Zeiten". "Ich habe sie schon viele Male gesehen und sie hat eine der besten Live-Shows abgeliefert, die ich je gesehen habe", schrieb er dazu.

Der Schauspieler Forest Whitaker pries Turners "Stimme, ihre Tanzkunst und ihre Ausstrahlung" wie auch ihre Fähigkeit, sich immer wieder von den Rückschlägen des Lebens zu erholen. "Wenn wir sie ehren, lasst uns auch an ihre Widerstandsfähigkeit denken und an all die das Schöne, das auf unsere dunkelsten Tage folgen kann."

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Filmemacher Almodóvar warnt vor "Monstern" wie Trump, Netanjahu und Putin

Der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar hält es für eine "moralische Pflicht" von Künstlern, sich in Politik einzumischen. "Als Europäer sind wir verpflichtet, eine Art Schutzschild gegen Monster wie Trump, Netanjahu oder den Russen zu werden", sagte Almodóvar mit Blick auf die Staats- und Regierungschefs aus Israel, den USA und Russland, Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladirmir Putin, am Mittwoch in Cannes. "Wir sind dazu verpflichtet, weil wir hier das Völkerrecht respektieren", fügte er hinzu.

Objekte aus Nachlass von Schauspieler Matthew Perry werden versteigert

Von Kunstwerken des Street-Art-Künstlers Banksy bis hin zu Drehbüchern der Erfolgsserie "Friends": In den USA werden im Juni mehr als 100 Objekte aus dem Nachlass des Schauspielers Matthew Perry versteigert. Es handelt sich um Erinnerungsstücke aus dem Berufs- und Privatleben des Schauspielers, wie Roberta Kramer vom Auktionshaus Heritage Auctions sagte. Neben Drehbüchern und Requisiten aus "Friends" und anderen Serien und Filmen seien auch "viele sehr persönliche Dinge" dabei.

Taiwanische Autorin Yang Shuang Zi erhält Booker-Literaturpreis

Der renommierte britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an die taiwanische Autorin Yang Shuang Zi. Sie wurde am Dienstag von der Jury in London für ihren Roman "Taiwan Travelogue" ausgezeichnet. Yang ist die erste Taiwanerin, die den Preis gewinnt. Zudem wurde erstmals ein im Original auf Mandarin verfasstes Buch ausgezeichnet.

London hofft auf Einnahmen in Milliardenhöhe durch Konzerte von Harry Styles

London kann durch mehrere für den Sommer geplante Konzerte des britischen Popstars Harry Styles auf Mehreinnahmen in Milliardenhöhe hoffen. Die Fans könnten pro Kopf etwa 981 Pfund (umgerechnet 1130 Euro) für die zwölf geplanten Konzerte ausgeben, erklärte das britische Finanzunternehmen Barclays am Dienstag. Insgesamt seien dies mehr als eine Milliarde Pfund, die Fans in die Tickets sowie ihre Anreise, Unterkünfte, Outfits und Merchandise-Artikel stecken könnten.

Textgröße ändern: