Pallade Veneta - Viele Prominente und Fans nehmen Abschied von Jane Birkin in Paris

Viele Prominente und Fans nehmen Abschied von Jane Birkin in Paris


Viele Prominente und Fans nehmen Abschied von Jane Birkin in Paris
Viele Prominente und Fans nehmen Abschied von Jane Birkin in Paris / Foto: JULIEN DE ROSA - AFP

Zahlreiche Prominente und Hunderte von Fans haben am Montag in Paris Abschied von der britisch-französischen Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin genommen. Die Trauerfeier in der Kirche Saint-Roch, zu der nur Angehörige und Freunde zugelassen waren, wurde auf einer großen Leinwand außerhalb der Kirche übertragen. Der Tod Birkins war am Sonntag vergangener Woche bekannt geworden. Sie war im Alter von 76 Jahren in ihrer Wohnung gestorben.

Textgröße ändern:

Ihre beiden Töchter Charlotte Gainsbourg und Lou Doillon, die beide ebenfalls als Schauspielerinnen und Sängerinnen bekannt sind, trugen gemeinsam mit mehreren Sargträgern den Sarg ihrer Mutter in die Kirche. Zu den Trauergästen zählten die französische Schauspielerin Catherine Deneuve, Präsidentengattin Brigitte Macron und Kulturministerin Rima Adbul-Malak. Auch der Sänger Benjamin Biolay und die Schauspielerinnen Isabelle Huppert, Chiara Mastroianni und Maïwenn waren bei der Trauerfeier anwesend.

Vor Beginn der Zeremonie war ein Porträt von Birkin auf dem Großbildschirm zu sehen, und mehrere ihrer Lieder wurden gespielt, was viele Fans mit Beifall quittierten. Andere konnten ihre Trauer kaum verbergen: "Unsere kleine Engländerin", sagte die 63 Jahre alte Marie-Pierre Frapart mit Tränen in den Augen.

Vor dem Haus, das Birkin gemeinsam mit dem Musiker Serge Gainsbourg in Paris bewohnt hatte, legten Fans Blumen ab. Das Haus soll im September der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und um ein Gainsbourg-Museum ergänzt werden.

Birkin war international unter anderem durch das Lied "Je t'aime ... moi non plus" bekannt geworden, das sie 1969 mit Gainsbourg aufgenommen hatte. Die beiden führten 13 Jahre lang eine teils stürmische Beziehung. Auch nach ihrer Trennung blieben sie über die Musik miteinander verbunden. Gainsbourg schrieb weiter Lieder für Birkin, auch als sie mit dem Regisseur Jacques Doillon liiert war.

Birkin hatte ihre britische Heimat mit Anfang 20 verlassen und später die französische Staatsangehörigkeit angenommen. Ihren britischen Akzent verlor sie jedoch nie, was ihren Fans gefiel. Mit ihren Schlaghosen, Minikleidern und dem verwuschelten Pony galt sie als Stilikone der 70er Jahre. Das Luxusmodehaus Hermès benannte 1984 ein Taschenmodell nach ihr, das bis heute begehrt ist.

Neben der Musik war die Schauspielerei ihre zweite große Leidenschaft. Birkin wirkte in etwa 70 Filmen mit und arbeitete mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard, James Ivory und Agnès Varda zusammen. Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde sie in Michelangelo Antonionis Klassiker der 60er Jahre "Blow Up".

In den vergangenen Jahren hatte Birkin immer wieder gesundheitliche Probleme. Trotz ihrer Leukämie und eines leichten Hirnschlags hatte sie noch Pläne für weitere Auftritte, wie ihre Familie berichtete. Der Tod machte ihren Plänen einen Strich durch die Rechnung.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Macron in Syrien eingetroffen - Erste Visite eines westlichen Staatschefs seit Assad-Sturz

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist zu einem Besuch in Syrien eingetroffen. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde Macron am Montagabend in Damaskus vom syrischen Außenminister Assaad al-Schaibani empfangen. Macron ist der erste westeuropäische Staatschef, der Syrien seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 besucht.

George Clooney erhält Preis für Lebenswerk bei Filmfestival von Venedig

US-Schauspieler George Clooney wird beim diesjährigen Filmfestival von Venedig mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Das gaben die Veranstalter am Montag bekannt. Clooney bezeichnete die Auszeichnung als eine "enorme Ehre". "Das bedeutet wahrscheinlich auch, dass ich alt bin", aber das sei in Ordnung, zitierten die Organisatoren Clooney in einer Erklärung.

Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen

Im Fall einer vor mehr als sieben Jahren bei Ausschreitungen in Nordirland getöteten Journalistin sind drei Männer vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Der Freispruch erging am Freitag durch einen Richter in Belfast nach mehr als zweijährigem Prozess. Die 29-jährige Reporterin Lyra McKee war im April 2019 in der nordirischen Stadt Derry - auch bekannt als Londonderry - erschossen worden.

250-Jahr-Feiern: Trump besucht am Freitag Nationaldenkmal Mount Rushmore

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA besucht Präsident Donald Trump am Freitag das Nationaldenkmal Mount Rushmore (geplante Ankunft Samstagfrüh MESZ). Das Denkmal zeigt die in den Berg gemeißelten Porträts von vier früheren Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Trump-Anhänger fordern, dort auch den 80-Jährigen zu verewigen. Geologen halten den Berg jedoch für zu porös.

Textgröße ändern: