Pallade Veneta - Hollywood-Stars unterstützen streikende Kollegen mit Millionen-Spenden

Hollywood-Stars unterstützen streikende Kollegen mit Millionen-Spenden


Hollywood-Stars unterstützen streikende Kollegen mit Millionen-Spenden
Hollywood-Stars unterstützen streikende Kollegen mit Millionen-Spenden / Foto: SPENCER PLATT - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Hollywood-Stars von George Clooney bis Meryl Streep unterstützen ihre streikenden Schauspielerkollegen mit Millionen-Spenden: Einige der Spitzenverdiener Hollywoods, neben Clooney und Streep auch Matt Damon, Leonardo DiCaprio und Dwayne Johnson, Nicole Kidman, Julia Roberts und Oprah Winfrey, haben jeweils eine Million Dollar (knapp 912.000 Euro) oder mehr in einen Hilfsfond der Gewerkschaft Screen Actors Guild (SAG-AFTRA) eingezahlt, um streikende Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Textgröße ändern:

Wie der Hilfsfonds der SAG-AFTRA-Stiftung am Mittwoch mitteilte, kamen in den vergangenen drei Wochen insgesamt mehr als 15 Millionen Dollar zusammen, um Schauspielern zu helfen, die durch den Streik keine Einnahmen mehr haben. "Die Unterhaltungsindustrie steckt in einer Krise und die SAG-AFTRA-Stiftung bearbeitet derzeit mehr als das Dreißigfache der üblichen Zahl an Anträgen auf Nothilfe", erklärte Stiftungsleiterin Courtney B. Vance.

Der Hilfsfonds solle "sicherstellen, dass bedürftige Künstler ihr Zuhause nicht verlieren und die Möglichkeit haben, ihre Energierechnungen zu bezahlen, Lebensmittel für ihre Familien zu kaufen, lebensrettende Medikamente zu erhalten, Arztrechnungen zu bezahlen und vieles mehr", erklärte Vance.

Die Screen Actors Guild vertritt rund 160.000 Schauspielerinnen und Schauspieler. Während einige Stars Top-Verdiener sind, verdienen 86 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder weniger als 26.500 Dollar im Jahr, wie Gewerkschaftspräsidentin Fran Drescher der "New York Times" sagte.

In den seit fast 100 Tagen andauernden Streik der US-Drehbuchautoren ist unterdessen Bewegung gekommen. Die Filmstudios hätten um ein Treffen gebeten, um über Verhandlungen zu sprechen, teilte die Autorengewerkschaft WGA am Mittwoch mit. Das Treffen soll bereits am Freitag stattfinden. Die Drehbuchautoren verlangen von den boomenden Streaming-Plattformen eine bessere Bezahlung und eine größere Gewinnbeteiligung.

Bislang erhalten die Drehbuchautorinnen und -autoren von den Streaming-Plattformen ein fixes jährliches Gehalt - auch wenn sich Serien wie "Bridgerton" oder "Stranger Things" zu weltweiten Erfolgen entwickeln und von hunderten Millionen Zuschauern angeschaut werden. Zudem bleiben die Serien oft jahrelang auf den Plattformen. Die Autoren fordern daher eine Überarbeitung der geltenden Regeln für ihre Vergütung.

Die seit Mitte Juli streikenden Schauspieler verlangen höhere Gagen sowie Zusicherungen zum künftigen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Vereinigung der Film- und Fernsehproduzenten (AMPTP) hat nach Angaben des Verhandlungsführers der SAG-AFTRA, Duncan Crabtree-Ireland, bisher nicht um neue Verhandlungen gebeten.

Der erste Doppelstreik in Hollywood seit sechs Jahrzehnten hatte viele Film- und Fernsehproduktionen zum Stillstand gebracht. Nach Medienberichten könnte auch die für den 18. September vorgesehene Verleihung der Emmy-Awards verschoben werden. Der Arbeitskampf kostet die US-Unterhaltungsindustrie und die Wirtschaft im Bundesstaat Kalifornien mehrere Millionen Dollar pro Tag.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Berlin feiert traditionellen Karneval der Kulturen

In Berlin wird am Pfingstwochenende zum 30. Mal der Karneval der Kulturen gefeiert. Am Freitag (16.00 Uhr) beginnt das Straßenfest auf dem Kreuzberger Blücherplatz, am Sonntag (13.30 Uhr) findet der traditionelle Straßenumzug statt. Dieser führt das zweite Jahr in Folge nicht durch Kreuzberg und Neukölln, sondern durch Friedrichshain. Rund 4000 Performer in 67 Gruppen ziehen entlang der Frankfurter Allee und der Karl-Marx-Allee in Richtung Mitte.

Kommission billigt Bau von Trumps Triumphbogen in Washington

Eine Kommission hat die umstrittenen Pläne von US-Präsident Donald Trump für einen riesigen Triumphbogen in der Hauptstadt Washington gebilligt. Die Kommission der schönen Künste - deren Mitglieder im vergangenen Jahr von Trump gefeuert und dann durch Trump-Verbündete ersetzt worden waren - stimmte am Donnerstag einstimmig für den 76 Meter hohen Triumphbogen. Eine weitere Kommission wird sich am 4. Juni mit dem geplanten Denkmal befassen.

Filmemacher Almodóvar warnt vor "Monstern" wie Trump, Netanjahu und Putin

Der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar hält es für eine "moralische Pflicht" von Künstlern, sich in Politik einzumischen. "Als Europäer sind wir verpflichtet, eine Art Schutzschild gegen Monster wie Trump, Netanjahu oder den Russen zu werden", sagte Almodóvar mit Blick auf die Staats- und Regierungschefs aus Israel, den USA und Russland, Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladirmir Putin, am Mittwoch in Cannes. "Wir sind dazu verpflichtet, weil wir hier das Völkerrecht respektieren", fügte er hinzu.

Objekte aus Nachlass von Schauspieler Matthew Perry werden versteigert

Von Kunstwerken des Street-Art-Künstlers Banksy bis hin zu Drehbüchern der Erfolgsserie "Friends": In den USA werden im Juni mehr als 100 Objekte aus dem Nachlass des Schauspielers Matthew Perry versteigert. Es handelt sich um Erinnerungsstücke aus dem Berufs- und Privatleben des Schauspielers, wie Roberta Kramer vom Auktionshaus Heritage Auctions sagte. Neben Drehbüchern und Requisiten aus "Friends" und anderen Serien und Filmen seien auch "viele sehr persönliche Dinge" dabei.

Textgröße ändern: