Pallade Veneta - British Museum in London vermisst nach Diebstahl etwa 2000 Stücke

British Museum in London vermisst nach Diebstahl etwa 2000 Stücke


British Museum in London vermisst nach Diebstahl etwa 2000 Stücke
British Museum in London vermisst nach Diebstahl etwa 2000 Stücke / Foto: Daniel LEAL - AFP/Archiv

Nach Bekanntwerden des Diebstahls zahlreicher Objekte aus dem British Museum in London hat der Kuratoriumsvorsitzende George Osborne die Anzahl der gestohlenen Gegenstände auf etwa 2000 geschätzt. "Aber ich muss sagen, dass das eine sehr vorläufige Zahl ist", sagte Osborne am Samstag dem Sender BBC. "Wir haben damit begonnen, einige der gestohlenen Gegenstände sicherzustellen, was ein Glück im Unglück ist."

Textgröße ändern:

Der frühere britische Finanzminister erklärte, es handele sich bei den fehlenden Stücken um "kleine Schmuckstücke, Juwelen, Goldstücke, die nicht öffentlich ausgestellt waren".

Mitte August war bekannt geworden, dass aus dem British Museum unter anderem Goldschmuck, Schmuck aus Halbedelsteinen und Glaskunst aus dem 15. Jahrhundert vor Christus bis zum 19. Jahrhundert nach Christus entwendet wurde. Wegen der Diebstähle war ein Angestellter entlassen worden, die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben unter Hochdruck, um die Objekte wiederzufinden. Die Polizei bestätigte am Donnerstag, dass ein Mann befragt worden sei. Festnahmen habe es aber keine gegeben.

Nach Angaben Osbornes hat das British Museum kein komplettes Inventar seiner Sammlung. Jemand, der wisse, was nicht erfasst sei, habe einen großen Vorteil, sagte Osborne. Das Ausstellungshaus müsse den bereits laufenden Prozess zur Katalogisierung seiner Werke beschleunigen.

Am Freitag war der Direktor des British Museum, Hartwig Fischer, zurückgetreten. Er übernehme die Verantwortung dafür, dass das Museum auf bereits im Jahr 2021 ergangene Hinweise zu Diebstählen "nicht so umfassend wie nötig" reagiert habe, erklärte der deutsche Kunsthistoriker.

Osborne führte Versäumnisse auf Seiten der Museumsleitung auf "Gruppendenken" zurück, wonach niemand habe glauben können, dass "ein Insider", ein Beschäftigter des Museums, Objekte stahl. Die Antiquitätenhändler würden mit dem Museum zusammenarbeiten, um einige fehlende Gegenstände wiederzufinden.

Das 1753 gegründete British Museum ist eine der bekanntesten Ausstellungsstätten der Welt. Seine Sammlung umfasst rund acht Millionen Objekte, darunter ägyptische Mumien und der berühmte Rosetta-Stein, mit dessen Hilfe die Entschlüsselung der Hieroglyphen gelang.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Trumps Milliardenklage gegen die BBC: Verhandlungstermin auf Februar 2027 festgelegt

Im milliardenschweren Rechtsstreit von US-Präsident Donald Trump gegen die britische Rundfunkanstalt BBC hat ein US-Bundesrichter den Termin für die Verhandlung auf den Februar 2027 festgelegt. Richter Roy Altman bestimmte am Dienstag als Datum den 15. Februar 2027.

Narren und Jecken am Rhein feiern Beginn von Straßenkarneval mit Weiberfastnacht

Mit "Alaaf" und "Helau" haben zehntausende Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Pünktlich um 11.11 Uhr begann unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Start der Berlinale: Weimer nennt Filme "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde"

Zur Eröffnung des Filmfestivals Berlinale am Donnerstag hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Filme als "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde" bezeichnet. Drehbuch, Kamera und Leinwand seien keine bloßen Kunst-Utensilien, erklärte er in Berlin. "Kunstfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Diktatoren hassen den freien Geist." Deshalb sei es so wichtig, die Filme verfolgter Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, betonte Weimer.

Straßenkarneval im Rheinland beginnt mit Weiberfastnacht

Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen feiern am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals. Um 11.11 Uhr beginnt unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Textgröße ändern: