Pallade Veneta - Netflix streicht in Deutschland günstigsten Tarif ohne Werbung

Netflix streicht in Deutschland günstigsten Tarif ohne Werbung


Netflix streicht in Deutschland günstigsten Tarif ohne Werbung
Netflix streicht in Deutschland günstigsten Tarif ohne Werbung / Foto: Patrick T. Fallon - AFP/Archiv

Der Streaminganbieter Netflix streicht kommende Woche in Deutschland und weiteren Ländern seinen günstigsten Tarif ohne Werbung für Neukunden. In den USA, Großbritannien und Frankreich erhöht der US-Konzern zudem die Preise, wie er am Mittwoch ankündigte. Die Einschränkung bei der Weitergabe von Passwörtern und die neue Abo-Variante mit Werbung sorgten für Millionen neue Nutzer - Umsatz und Gewinn lagen im dritten Quartal über den Erwartungen.

Textgröße ändern:

In einem Brief an seine Aktionäre teilte Netflix mit, das werbefreie Basisabo werde kommende Woche in sechs weiteren Ländern gestrichen - wie in Deutschland so auch etwa in Spanien und Australien. Dieses Abo kostete hierzulande 7,99 Euro.

Netflix kostet dann in Deutschland mit Werbung im Abo 4,99 Euro monatlich, ohne Werbung in der Standardversion 12,99 Euro und in der Premiumversion 17,99 Euro. Auch im Werbe-Abo soll es im November die Möglichkeit geben, Filme herunterzuladen, wie das Unternehmen ankündigte.

In den USA verteuert Netflix das Basisabo von 9,99 auf 11,99 Dollar und das Premiumabo von 19,99 auf 22,99 Dollar. In Großbritannien und Frankreich sei die Preisanpassung "ähnlich". Das Unternehmen erklärte, es habe während der Einführung der Werbeabos auf Preiserhöhungen verzichtet, doch "wenn wir unseren Mitgliedern mehr bieten, dann bitten wir sie von Zeit zu Zeit auch, ein bisschen mehr zu bezahlen".

Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer wuchs weltweit im dritten Quartal von Juli bis September um 8,76 Millionen auf 247,15 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs um 10,8 Prozent und übertraf die Erwartungen von Analysten. Besonders stark stieg die Zahl der günstigen Abos mit Werbung: Hier betrug der Zuwachs im Vergleich zum Vorquartal 70 Prozent.

Der Streaming-Pionier verbuchte im dritten Quartal einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar (knapp 8,1 Milliarden Euro), das waren fast acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn sprang sogar um 20 Prozent nach oben, auf knapp 1,7 Milliarden Dollar.

In dem Brief an die Aktionäre ging Netflix auch auf die Streiks in Hollywood ein: "Die vergangenen sechs Monate waren für unsere Branche angesichts der Streiks von Drehbuchautoren und Schauspielern in den USA herausfordernd". Das Unternehmen verwies auf die Ende September erzielte Einigung mit den Drehbuchautoren, die zu einem Ende dieses Streiks geführt hatte, und beteuerte, auch die Streitfragen mit den Schauspielerinnen und Schauspieler beilegen zu wollen.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Tilly zu Moskauer Urteil: Das ist "zusätzliche Motivation"

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly hat gelassen auf seine Verurteilung in Abwesenheit durch ein russisches Gericht reagiert. "Solange das Grundgesetz hier in Deutschland gültig ist und ich nicht in Länder reise, wo es wirklich gefährlich werden kann, solange trifft mich das Urteil eigentlich nicht", sagte Tilly am Donnerstag dem Sender Phoenix. Das Urteil von achteinhalb Jahren Haft sei im Gegenteil auch "eine kleine zusätzliche Motivation".

Nachtflug nach L.A.: John Travolta stellt Regie-Debüt in Cannes vor

Der Filmstar und Hobby-Pilot John Travolta stellt seinen ersten Film als Regisseur beim diesjährigen Filmfestival in Cannes vor. Der Film erzähle die Geschichte eines Achtjährigen, der zum ersten Mal in einem Flugzeug reise, teilten die Organisatoren des Festivals am Donnerstag in Paris mit. Er basiere auf einem Buch, das Travolta 1997 veröffentlicht habe. Travolta hatte die Geschichte für seinen ältesten Sohn Jett geschrieben, der seit seiner Kindheit an Krampfanfällen litt und 2009 starb.

Social-Media-Verbot für Kinder: Indonesien verwarnt Google und Meta abermals

Wenige Tage nach Inkrafttreten eines Social-Media-Verbots für Kinder in Indonesien haben die dortigen Behörden die US-Tech-Giganten Google und Meta schon zum zweiten Mal wegen Nichteinhaltung des Gesetzes vorgeladen. Das Kommunikations- und Digitalministerium in dem südostasiatischen Land warnte die Mutterkonzerne von Plattformen wie Youtube und Facebook am Donnerstag vor "Sanktionen", sollten die beiden Unternehmen sich weiter nicht an das Gesetz halten.

US-Richter stoppt Trumps Ballsaal am Weißen Haus

Ein US-Bundesrichter hat einen Baustopp für den von US-Präsident Donald Trump geplanten Ballsaal am Weißen Haus angeordnet. Für das Projekt fehle dem Präsidenten die Zustimmung des Kongresses, urteilte der Richter Richard Leon am Dienstag in Washington. Trump sei "nicht der Eigentümer" des Weißen Hauses, schrieb Leon zur Begründung. Der Richter gab damit einer Klage der Nationalen Stiftung für Denkmalpflege statt.

Textgröße ändern: