Pallade Veneta - In Russland inhaftierte US-russische Journalistin formal beschuldigt

In Russland inhaftierte US-russische Journalistin formal beschuldigt


In Russland inhaftierte US-russische Journalistin formal beschuldigt
In Russland inhaftierte US-russische Journalistin formal beschuldigt / Foto: Alexander NEMENOV - AFP

Russland hat die vor gut einer Woche festgenommene US-russische Journalistin Alsu Kurmasheva formal beschuldigt, sich nicht als "ausländische Agentin" registriert zu haben. Das teilte Kurmashevas Arbeitgeber Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) am Donnerstag mit Verweis auf eine Entscheidung der russischen Ermittlungsbehörden mit. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Textgröße ändern:

Kurmasheva war am Mittwoch vor einer Woche in der Stadt Kasan in der zentralrussischen Region Tatarstan festgenommen worden. Am Montag hatte ein Gericht Untersuchungshaft bis zum 5. Dezember für die Journalistin angeordnet.

Es ist nicht die erste Festnahme eines US-Medienvertreters in Russland in diesem Jahr: Im März war der "Wall Street Journal"-Reporter Evan Gershkovich wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden.

Kurmasheva lebt mit ihrer Familie in Prag. Während einer Reise nach Russland im Juni waren ihr russischer und ihr US-Pass beschlagnahmt worden. Die Behörden erlegten ihr ursprünglich eine Geldstrafe auf, weil sie ihre US-Staatsbürgerschaft nicht offengelegt habe. Während sie auf die Rückgabe ihrer Pässe wartete, wurde sie unter den neuen Vorwürfen festgenommen.

Im russischen Strafrecht muss jeder russische Bürger, der sich am "gezielten Sammeln" von Informationen beteiligt, die Russlands nationaler Sicherheit schaden könnten, sich als "ausländischer Agent" registrieren. Kritikern zufolge ist das Gesetz so allgemein verfasst, dass es russischen Strafverfolgungsbehörden erlaubt, willkürlich Journalisten festzunehmen.

Das Komitee zum Schutz von Journalisten nannte Kurmashevas Festnahme "den bisher ungeheuerlichsten Fall der missbräuchlichen Anwendung" dieses Gesetztes gegen die unabhängige Presse. RFE/RL hat die sofortige Freilassung der Journalistin gefordert.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Karneval erreicht mit Rosenmontagszügen Höhepunkt

Mit den traditionellen Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval in den rheinischen Karnevalshochburgen am Montag seinen Höhepunkt. In Köln, Düsseldorf und Mainz werden wieder Hunderttausende durch die Innenstädte ziehen. Der größte Umzug findet üblicherweise in Köln statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto: "ALAAF - Mer dun et för Kölle". Etwa 12.000 Zugteilnehmer ziehen dann dreieinhalb Stunden lang durch die Domstadt.

Trumps Milliardenklage gegen die BBC: Verhandlungstermin auf Februar 2027 festgelegt

Im milliardenschweren Rechtsstreit von US-Präsident Donald Trump gegen die britische Rundfunkanstalt BBC hat ein US-Bundesrichter den Termin für die Verhandlung auf den Februar 2027 festgelegt. Richter Roy Altman bestimmte am Dienstag als Datum den 15. Februar 2027.

Narren und Jecken am Rhein feiern Beginn von Straßenkarneval mit Weiberfastnacht

Mit "Alaaf" und "Helau" haben zehntausende Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Pünktlich um 11.11 Uhr begann unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Start der Berlinale: Weimer nennt Filme "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde"

Zur Eröffnung des Filmfestivals Berlinale am Donnerstag hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Filme als "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde" bezeichnet. Drehbuch, Kamera und Leinwand seien keine bloßen Kunst-Utensilien, erklärte er in Berlin. "Kunstfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Diktatoren hassen den freien Geist." Deshalb sei es so wichtig, die Filme verfolgter Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, betonte Weimer.

Textgröße ändern: