Pallade Veneta - Mängel beim Jugendschutz: EU-Kommission geht gegen Facebook-Mutter Meta vor

Mängel beim Jugendschutz: EU-Kommission geht gegen Facebook-Mutter Meta vor


Mängel beim Jugendschutz: EU-Kommission geht gegen Facebook-Mutter Meta vor
Mängel beim Jugendschutz: EU-Kommission geht gegen Facebook-Mutter Meta vor / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

Wegen des Verdachts auf Mängel beim Jugendschutz hat die EU-Kommission ein förmliches Verfahren gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta eingeleitet. Die EU-Kommission vermutet, Facebook und Instagram könnten "Suchtverhalten bei Kindern fördern", wie sie am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Meta wies die Vorwürfe zurück, der Konzern erklärte sich aber zur Zusammenarbeit bereit.

Textgröße ändern:

Die Brüsseler Behörde wirft dem US-Technologiekonzern vor, mit den Netzwerken Facebook und Instagram gegen das Gesetz für Digitale Dienste (DSA) in Europa verstoßen zu haben, wie sie am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Es schreibt Onlinekonzernen besondere Sorgfaltspflichten gegenüber Kindern und Jugendlichen vor.

Binnenmarktkommissar Thierry Breton erklärte, Meta habe nach Einschätzung der Kommission nicht genug getan, um "das Risiko negativer Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit junger Europäer auf seinen Plattformen Facebook und Instagram zu mindern." Ein ähnliches Verfahren läuft gegen die Videoplattform Tiktok.

Nach der Kommissionserklärung überprüfen die Plattformen womöglich nicht ausreichend, ob es sich bei den Nutzerinnen und Nutzern um Minderjährige handele. Auch die Vorkehrungen zum Schutz der Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen scheinen Brüssel nicht angemessen.

Meta erklärte dagegen: "Wir wollen, dass junge Menschen sichere, altersgerechte Erfahrungen im Internet machen und haben ein Jahrzehnt damit verbracht, mehr als 50 Tools und Richtlinien zu entwickeln, um sie zu schützen." Der Konzern wolle mit Brüssel kooperieren.

Anfang Mai hatte die Kommission bereits ein weiteres Verfahren gegen Meta eingeleitet. Dabei geht es um das Verbreiten von Falschinformationen zur Europawahl Anfang Juni. Sollte Meta die Vorwürfe nicht ausräumen, drohen Strafen in Höhe von bis zu einem Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Nach Brüsseler Angaben haben Facebook und Instagram monatlich rund 259 Millionen aktive Nutzer in der EU.

Wegen Mängeln beim Jugendschutz steht Meta auch in den USA in der Kritik: Mehr als 40 Bundesstaaten haben den Konzern deshalb verklagt. Seit Jahresbeginn hatte der Konzern bessere Vorkehrungen angekündigt. So soll etwa das Verbreiten von Nacktaufnahmen von Kindern und Jugendlichen eingedämmt werden, ebenso wie Erpressung mit solchen Bildern. Meta will dafür Software einsetzen, die von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt wird.

Zum Meta-Konzern gehört neben Facebook und Instagram auch der Messengerdienst Whatsapp.

Das EU-Gesetz für digitale Dienste gilt seit Februar für alle Onlineplattformen und verpflichtet sie zu mehr Transparenz und Verbraucherschutz. Sie müssen etwa Falschinformationen und "illegale Inhalte" wie Darstellungen sexueller Gewalt schneller löschen.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Trumps Milliardenklage gegen die BBC: Verhandlungstermin auf Februar 2027 festgelegt

Im milliardenschweren Rechtsstreit von US-Präsident Donald Trump gegen die britische Rundfunkanstalt BBC hat ein US-Bundesrichter den Termin für die Verhandlung auf den Februar 2027 festgelegt. Richter Roy Altman bestimmte am Dienstag als Datum den 15. Februar 2027.

Narren und Jecken am Rhein feiern Beginn von Straßenkarneval mit Weiberfastnacht

Mit "Alaaf" und "Helau" haben zehntausende Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Pünktlich um 11.11 Uhr begann unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Start der Berlinale: Weimer nennt Filme "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde"

Zur Eröffnung des Filmfestivals Berlinale am Donnerstag hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Filme als "Waffen im Kampf um Freiheit und Menschenwürde" bezeichnet. Drehbuch, Kamera und Leinwand seien keine bloßen Kunst-Utensilien, erklärte er in Berlin. "Kunstfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Diktatoren hassen den freien Geist." Deshalb sei es so wichtig, die Filme verfolgter Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, betonte Weimer.

Straßenkarneval im Rheinland beginnt mit Weiberfastnacht

Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen feiern am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals. Um 11.11 Uhr beginnt unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet.

Textgröße ändern: