Pallade Veneta - Künstler Gerhard Richter: DDR-Frühwerk in Dresden teilweise freigelegt

Künstler Gerhard Richter: DDR-Frühwerk in Dresden teilweise freigelegt


Künstler Gerhard Richter: DDR-Frühwerk in Dresden teilweise freigelegt
Künstler Gerhard Richter: DDR-Frühwerk in Dresden teilweise freigelegt / Foto: ROBERT MICHAEL - AFP/Archiv

Ein aus DDR-Zeiten stammendes Frühwerk des weltbekannten Künstlers Gerhard Richter ist in Dresden teilweise freigelegt worden. Die Restauration des 1956 in einem Foyer des Deutschen Hygiene-Museums entstandenen Bilds "Lebensfreude" wurde nach mehreren Monaten abgeschlossen, wie das Museum am Montag bekanntgab.

Textgröße ändern:

Der heute weltberühmte Maler und Bildhauer hatte mit dieser Arbeit sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden abgeschlossen. Das Bild zeigt verschiedene Figurengruppen in Alltagssituationen und bei Freizeitaktivitäten. Im März 1961, wenige Monate vor dem Bau der Berliner Mauer, flüchtete der 1932 in Dresden geborene Richter in die Bundesrepublik.

Sein rund 63 Quadratmeter großes Wandgemälde wurde 1979 überstrichen, weil der "studentischen Arbeit keine künstlerische Bedeutung beizumessen" sei, wie es damals hieß. Auch Richters "Republikflucht" wurde in diesem Zusammenhang erwähnt.

Ersten Bestrebungen des Deutschen Hygiene-Museum nach der Wende zur Freilegung des Bilds erteilte Richter eine Absage. Der nach 2022 entstandenen Idee, nur einen zentralen Ausschnitt des Bilds freizulegen, stimmte der heute 93-jährige Künstler indes zu.

Nun sind fast 19 Quadratmeter der Wandfläche wieder zu sehen. Unterstützt wurde die Restaurierung, die rund 220.000 Euro kostete, von der Wüstenrot-Stiftung in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Ernst von Siemens Kunststiftung.

Richter gehört zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern. Seine Werke zählen auf dem Kunstmarkt zu den teuersten eines lebenden Künstlers. Er lebt in Köln.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen

Im Fall einer vor mehr als sieben Jahren bei Ausschreitungen in Nordirland getöteten Journalistin sind drei Männer vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Der Freispruch erging am Freitag durch einen Richter in Belfast nach mehr als zweijährigem Prozess. Die 29-jährige Reporterin Lyra McKee war im April 2019 in der nordirischen Stadt Derry - auch bekannt als Londonderry - erschossen worden.

250-Jahr-Feiern: Trump besucht am Freitag Nationaldenkmal Mount Rushmore

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA besucht Präsident Donald Trump am Freitag das Nationaldenkmal Mount Rushmore (geplante Ankunft Samstagfrüh MESZ). Das Denkmal zeigt die in den Berg gemeißelten Porträts von vier früheren Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Trump-Anhänger fordern, dort auch den 80-Jährigen zu verewigen. Geologen halten den Berg jedoch für zu porös.

Verlag: 800.000 Bücher bei russischem Angriff auf Kiew verbrannt

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben eines Verlages etwa 800.000 Bücher verbrannt. Das Hauptlagerhaus seines Logistikpartners sei zerstört werden, teilte der Verlag BookChef Publishing am Donnerstag im Onlinedienst Telegram mit. Dabei sei der größte Teil der Auflage verbrannt. Mitarbeiter seien aber nicht zu Schaden gekommen.

Sänger Bill Kaulitz leidet unter Schlafproblemen

Der Sänger und Podcaster Bill Kaulitz leidet unter Schlafproblemen. "Bei mir sind es schlimme Alpträume", sagte der 36-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. "Ich schlafe ganz schlecht." Wiederkehrende Träume habe er nicht, mit einer Ausnahme: "Der alte Alptraum mit der Hexe - die hat hinter unserem Spielzeugkorb gewohnt", sagte der Tokio-Hotel-Sänger.

Textgröße ändern: