Pallade Veneta - Amadeu Antonio Stiftung startet Onlineportal für Gedenken an Opfer rechter Gewalt

Amadeu Antonio Stiftung startet Onlineportal für Gedenken an Opfer rechter Gewalt


Amadeu Antonio Stiftung startet Onlineportal für Gedenken an Opfer rechter Gewalt
Amadeu Antonio Stiftung startet Onlineportal für Gedenken an Opfer rechter Gewalt / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Die Amadeu Antonio Stiftung hat ein Onlineportal zum Gedenken an Opfer rechter Gewalt gestartet. Das Portal biete erstmals einen umfassenden Überblick über Biografien der Opfer von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt aus der Perspektive der Betroffenen selbst, teilte die Stiftung am Donnerstag in Berlin mit. Es informiert unter anderem auch über Formen des Gedenkens.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Stiftung wurden in Deutschland seit der Wiedervereinigung mindestens 219 Menschen durch rechte Gewalt getötet. Dagegen wird offiziell durch Kommunen und Länder nur 92 von ihnen gedacht, wie es weiter hieß. Das Portal solle die Geschichten der Betroffenen, ihre Bemühungen um Aufklärung und ihre Arbeit gegen Rassismus und Antisemitismus sichtbar machen.

Die Webseite (www.selbstbestimmt-erinnern.de) ist demnach Teil des Projekts "Selbstbestimmt vernetzen, erinnern und bilden". Es wurde gemeinsam mit mehreren Betroffeneninitiativen entwickelt. Finanziell gefördert wird das Projekt von der Antirassismus-Beauftragten der Bundesregierung.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Tilly zu Moskauer Urteil: Das ist "zusätzliche Motivation"

Der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly hat gelassen auf seine Verurteilung in Abwesenheit durch ein russisches Gericht reagiert. "Solange das Grundgesetz hier in Deutschland gültig ist und ich nicht in Länder reise, wo es wirklich gefährlich werden kann, solange trifft mich das Urteil eigentlich nicht", sagte Tilly am Donnerstag dem Sender Phoenix. Das Urteil von achteinhalb Jahren Haft sei im Gegenteil auch "eine kleine zusätzliche Motivation".

Nachtflug nach L.A.: John Travolta stellt Regie-Debüt in Cannes vor

Der Filmstar und Hobby-Pilot John Travolta stellt seinen ersten Film als Regisseur beim diesjährigen Filmfestival in Cannes vor. Der Film erzähle die Geschichte eines Achtjährigen, der zum ersten Mal in einem Flugzeug reise, teilten die Organisatoren des Festivals am Donnerstag in Paris mit. Er basiere auf einem Buch, das Travolta 1997 veröffentlicht habe. Travolta hatte die Geschichte für seinen ältesten Sohn Jett geschrieben, der seit seiner Kindheit an Krampfanfällen litt und 2009 starb.

Social-Media-Verbot für Kinder: Indonesien verwarnt Google und Meta abermals

Wenige Tage nach Inkrafttreten eines Social-Media-Verbots für Kinder in Indonesien haben die dortigen Behörden die US-Tech-Giganten Google und Meta schon zum zweiten Mal wegen Nichteinhaltung des Gesetzes vorgeladen. Das Kommunikations- und Digitalministerium in dem südostasiatischen Land warnte die Mutterkonzerne von Plattformen wie Youtube und Facebook am Donnerstag vor "Sanktionen", sollten die beiden Unternehmen sich weiter nicht an das Gesetz halten.

US-Richter stoppt Trumps Ballsaal am Weißen Haus

Ein US-Bundesrichter hat einen Baustopp für den von US-Präsident Donald Trump geplanten Ballsaal am Weißen Haus angeordnet. Für das Projekt fehle dem Präsidenten die Zustimmung des Kongresses, urteilte der Richter Richard Leon am Dienstag in Washington. Trump sei "nicht der Eigentümer" des Weißen Hauses, schrieb Leon zur Begründung. Der Richter gab damit einer Klage der Nationalen Stiftung für Denkmalpflege statt.

Textgröße ändern: